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Handball
Elfen: Ausgleich in letzter Sekunde

Leverkusen. Beliebtheitspreise gewinnt Angie Geschke in Leverkusen seit ihrem Kurz-Engagement bei Bayers Bundesliga-Handballerinnen im Sommer 2013 wohl nicht mehr. Und so schmerzte es Fans der Elfen besonders, dass der Schlussakkord eines packenden Thrillers gegen Oldenburg ausgerechnet der Nationalspielerin im Trikot des VfL vorbehalten war.

In letzter Sekunde krönte Geschke, die im Leverkusener Trikot vor allem durch lustlose Auftritte aufgefallen war, ihre starke Leistung mit einem verwandelten Siebenmeter zum 32:32 (17:22). Es war ihr neunter Treffer des Tages.

Nur wenige aktuellen Spielerinnen teilen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit Geschke. Aber auch ohne das Wissen um die Vergangenheit waren die Werkselfen niedergeschlagen. Der Ausgleich im Schlussspurt hatte sie um den Lohn für eine beeindruckende zweite Spielhälfte gebracht. Auch wenn es nichts wurde mit einem zweiten Sieg gegen den aktuellen Tabellenfünften, dürfen sich die Gastgeberinnen mit etwas Abstand als Siegerinnen fühlen. Ein Remis gegen den VfL ist aller Ehren wert - zumal es nach fünf Treffern Rückstand zur Pause zunächst so wirkte, als sei die Partie zugunsten der Gäste gekippt.

So wenig sich die Elfen kurz vor dem Seitenwechsel mit der umgestellten Defensive der Oldenburgerinnen (und deren Manndeckung gegen Nationalspielerin Kim Naidzinavicius) zurechtfanden, so überzeugend starteten sie in die zweiten 30 Minuten. In Reichweite kam das Team von Trainerin Renate Wolf ziemlich schnell. In der 40. Minute lagen die Leverkusenerinnen nur noch mit einem Treffer zurück (23:24), beim 27:27 konnten sie wenig später ausgleichen.

In einer packenden Schlussphase dauerte es bis 36 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit, ehe die Leverkusenerinnen durch Jennifer Rodes Treffer erstmals seit der 17. Minute (11:10) wieder in Führung gingen. Dass die durch Geschkes Antwort von der Siebenmeter-Linie keinen Bestand hatte, schmälert die Leistung des jungen Elfen-Teams, das weiter ohne Anne Jochin auskommen musste, nicht.

Weitere Gala-Auftritte werden nötig sein, um auch in den nun anstehenden Partien punkten zu können. Der Spielplan sieht Duelle mit den Tabellennachbarn der Oldenburgerinnen vor. Am Samstag treten die Elfen beim Tabellensechsten Borussia Dortmund an, wo die Ex-Elfen Clara Woltering und Anne Müller spielen. Am 10. April kommt der Tabellenvierte Bietigheim in die Smidt-Arena.

Elfen: Fehr, Gaiovych, Centini - Seidel, Braun (2), Heldmann, Glankovicova (1), Adams (3), Karolius (4), Naidzinavicius (7/2), Ruthenbeck, Berndt (1), Janouskova (3), Adeberg, Schilk (3), Rode (8/3).

(TK)
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