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Lokalsport
Elfen chancenlos gegen Favorit Metzingen

Leverkusen. Bei der 29:39-Niederlage gegen den Titelkandidaten gab es für das Team von Renate Wolf nichts zu holen. Von Tobias Krell

Der Titelkandidat TuS Metzingen erwies sich auch im dritten Aufeinandertreffen der Saison als mindestens eine Hausnummer zu groß für Bayers Handballerinnen. "Wir waren diesem Gegner heute einfach nicht gewachsen", lautete die ebenso ehrliche wie zutreffende Analyse von Elfen-Coach Renate Wolf. Die 29:39 (13:21)-Niederlage war auch Sicht der erfahrenen Übungsleiterin keine große Überraschung. Gradmesser müssten aktuell realistischerweise andere Teams sein - und nicht die Mannschaften mit Meister-Format.

Das heißt aber nicht, dass Wolf die Niederlage einfach kritiklos hinnehmen würde. Ganz im Gegenteil: Was ihr nicht gefallen hatte, benannte die frühere Nationalspielerin deutlich. Vor allem zwei Defizite standen auf der Mängelliste demnach "dick unterstrichen" weit oben - zumal die Elfen in beiderlei Hinsicht als Serientäterinnen bezeichnet werden müssen.

"In der Abwehr waren zu wenig Spielerinnen bereit, richtig zuzupacken", beschwerte sich die Trainerin. Das müsse sich in Zukunft ändern. Als Indiz für zu wenig Aggressivität führte sie bei ihrer "Anklage" ins Feld, dass nur eine einzige Zwei-Minuten-Strafe (gegen Kim Braun) verhängt wurde.

Zumindest einen ihrer Schützlinge mochte sie aber von allen Vorwürfen ausschließen: Der Einsatz von Jenny Karolius im Mittelblock ließ aus Sicht der Trainerin keine Wünsche offen. Doch die Spielführerin sei von ihren Nebenleuten meist im Stich gelassen worden. "Sie stand weitgehend auf verlorenem Posten", sagte die Chef-Elfe.

Auch ihr zweiter Kritikpunkt kommt regelmäßigen Beobachtern des Leverkusener Frauenhandballs durchaus bekannt vor. "Unsere jungen Spielerinnen müssen im Angriff endlich einmal den Respekt vor großen Namen ablegen. In Metzingen wurde wieder einmal zu viel Last auf zu wenige Schultern geladen", betonte Wolf. Hier fiel allerdings sicherlich auch der Ausfall der erfahrenen Spielmacherinnen Anne Jochin und Kim Berndt ins Gewicht, die verletzt passen mussten.

Darum kommt es den Elfen vermutlich ziemlich gelegen, dass nun in der Liga pausiert wird. Das erhöht die Chancen auf eine Reduzierung der Verletztenliste. Weiter geht es für die die Handballerinnen erst am Ostersonntag mit der Partie gegen den VfL Oldenburg.

Keine Pause gibt es jedoch für die Nationalspielerinnen Kim Naidzinavicius und Jennifer Rode, die mit der DHB-Auswahl bis Ostern noch zwei EM-Qualifikationsspiele bestreiten.

Elfen: Gaiovych, Fehr - Seidel, Braun, Heldmann, Glankovicova (1), Adams (2), Karolius (4), Naidzinavicius (10/4), Ruthebeck, Janouskova (1), Adeberg (1), Schilk(3), Rode (7/2).

Quelle: RP
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