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Lokalsport
Elfen fahren als Außenseiter nach Buxtehude

Leverkusen. Diese Chance haben sich Bayers Handballerinnen redlich verdient. Nach drei Siegen in Folge reisen die Elfen nun nach Buxtehude. Und mit einem Sieg morgen im direkten Duell in der berüchtigten "Halle Nord" könnte das Team von Trainerin Renate Wolf den aktuellen Tabellenfünften sogar überholen. Beim BSV ist fraglich, ob Talent Emily Bölk wieder fit ist. Ohne das Rückraum-Ass hat Buxtehude zuletzt in Dortmund verloren. Von Tobias Krell

Zum Favoriten machen die letzten Ergebnisse Bayer aber keineswegs. "Wir sind nach wie vor der Außenseiter, aber verschenken werden wir auch nichts. Immerhin haben wir gegen Thüringen kürzlich fast gepunktet und Bietigheim geschlagen", erinnert Leverkusens Trainer-Instanz Renate Wolf. Außerdem habe sich das Team vorgenommen, es besser zu machen als im Hinspiel.

Während ihr Team um einen der Europapokalplätze kämpft, bastelt Wolf im Hintergrund bereits am Kader für die kommende Spielzeit. Während sie die auslaufenden Verträge mehrerer Leistungsträgerinnen bereits verlängern konnte, hat sie eine erste Transfermarkt-Niederlage bereits erlitten - ausgerechnet gegen Buxtehude.

Die hochveranlagte Annika Lott aus dem Juniorteam der Elfen zieht es nach zwei Jahren am Rhein zum BSV. Dabei hatten nicht wenige Anhänger des Klubs gehofft, die angehende A-Nationalspielerin in der kommenden Spielzeit im Leverkusener Bundesliga-Team begrüßen zu können. Stattdessen läuft das als beste Spielerin des A-Junioren-Finalturniers 2017 gekürte Talent demnächst für die Konkurrenz auf.

"Das ist sehr schade und sportlich wie menschlich ein großer Verlust", kommentiert Wolf die Entscheidung. Einen Vorwurf könne sie ihr aber nicht machen. Denn Lott, die beim BSV im Sommer in die Fußstapfen von der nach Thüringen wechselnden Emily Bölk treten soll, stammt aus Norddeutschland. "Sie hat sich fair verhalten und uns früh bescheid gesagt. Das war alles in Ordnung", sagt die Trainerin.

Erfolgreich war dagegen ihr Werben um ein anderes Mitglied der Elfen-Talentschmiede: Jennifer Souza rückt nach einigen Schnuppereinsätzen im Sommer endgültig in den Bundesliga-Kader. Dazu hat sich Wolf mit Xenia Hodel gerade erst die Dienste eines Schweizer Top-Talents gesichert. "Auf der Suche nach jungen Spielerinnen mit Potenzial halten wir die Augen und Ohren immer offen", betont die Elfen-Chefin.

Quelle: RP
 
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