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Elfen gewarnt: kein "normaler" Aufsteiger

Lokalsport: Elfen gewarnt: kein "normaler" Aufsteiger
Pia Adams reist mit den Elfen zum schweren Auswärtsspiel nach Baden-Württemberg. FOTO: miserius
Leverkusen. Die Elfen sind heute zu Gast bei der starken Neckarsulmer Sportunion, die unter anderem Leipzig bezwang. Von Tobias Krell

Hohen Besuch gab es unter der Woche in der Trainingsstätte von Bayers Handballerinnen. Die Herren des THW Kiel übernachteten zum Spiel beim Bergischen HC im Lindner Hotel BayArena. Die prominenten Gäste legten auch zwei Einheiten in der Fritz-Jakobi-Halle ein. Dabei kam es zum Treffen der beiden Rekordmeister (Kiel bei den Herren, Bayer bei den Frauen). Und Niklas Landin und Christian Zeitz nahmen sich sogar die Zeit für Erinnerungsfotos mit den Elfen.

Wie die Kieler ihr Gastspiel beim BHC, wollen heute auch die Leverkusenerinnen ihr Auswärtsspiel gewinnen. Das wird jedoch kein Selbstläufer. Denn sie treten bei der Neckarsulmer Sportunion an, einem "alles andere als normalen Aufsteiger" (Trainerin Renate Wolf). Seine hohe Klasse stellte der Neuling bereits mit Siegen gegen den HC Leipzig und in Blomberg unter Beweis. Und die Elfen sind auch aus eigener Erfahrung gewarnt. Denn im Halbfinale des Vorbereitungsturniers in Ludwigsburg besiegte die NSU Bayer 04 (in verkürzter Spielzeit) mit 12:10.

Keine Bange macht der Trainerin die Tatsache, wie unterschiedlich die Ergebnisse gegen das Top-Team HC Leipzig waren. Zur Erinnerung: Während Neckarsulm den HCL zum Rundenstart überraschend besiegte, bekamen die Leverkusenerinnen vor eigenem Publikum eine schmerzhafte 18:36-Schleuder. Seitdem hat Renate Wolf im Training an den Schrauben gedreht, mit ihrem Team beim DHB-Pokal-Erfolg in Püttlingen gute Laune und Selbstvertrauen getankt und durch die Länderspielpause zusätzlich etwas Abstand vom Debakel gewinnen können.

Um vollends zurück in die Spur zu finden, wäre ein Sieg in Neckarsulm Gold wert. Doch der Gegner hat seinen ohnehin bereits mit einigen bundesligaerfahrenen Spielerinnen (wie Melanie Herrmann, Maike Daniels oder Alena Vojtiskova) versehenen Kader mit einem entsprechenden Budget im Sommer noch einmal mit namhaften Kräften wie Keeperin Mirjana Milenkovic, Milana Vlahovic, Nives Ahlin und Emilia Galinska verstärkt.

"Ich sehe beide Teams auf Augenhöhe", sagt Wolf. Da ist es wertvoll, dass alle Nationalspielerinnen - anders als Neckarsulms angeschlagene Österreicherin Melanie Hermann - gesund von den Auswahlteams zurückgekehrt sind. Einstellen müssen die Leverkusenerinnen sich auf einen engen Schlagabtausch in heißer Atmosphäre. NSU-Coach Emir Hadzimuhamedovic hofft jedenfalls darauf, dass die Fans die Ballei "wieder in einen Hexenkessel" verwandeln.

Das letzte Pflichtspiel beider Teams dort gewann übrigens Bayer - im DHB-Pokal vor rund viereinhalb Jahren. Damals war die NSU allerdings noch Zweitligist.

Quelle: RP
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