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Lokalsport
Elfen haben einen neuen Angstgegner

Leverkusen. Gegen Blomberg-Lippe taten sich die Bundesliga-Handballerinnen erneut schwer. Von Tobias Krell

Es ist wie verhext: Bayers Handballerinnen können gegen die HSG Blomberg-Lippe nicht mehr gewinnen. Die Elfen warten seit über zwei Jahren auf einen Sieg gegen den NRW-Rivalen, der weit davon entfernt ist, eines der Spitzenteams der Liga zu sein. Trainerin Renate Wolf bezeichnete den Gegner kürzlich als "fast schon so etwas wie unser Angstgegner" - und behielt Recht: Die 29:33 (15:15)-Niederlage bestätigte die Einschätzung der Chef-Elfe.

Wie so oft bei den Paarungen beider Teams hatten sich die Leverkusenerinnen die Niederlage selbst zuzuschreiben. Und nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit leisteten sich die Wolf-Schützlinge eine dieser schwer erklärlichen kollektiven Schwächephasen. Tauchten sie im Hinspiel eine ganze Halbzeit ab, waren es diesmal nur die Schlussminuten, in denen den Leverkusenerinnen der Zugriff auf die Partie verloren ging. In der 42. Minute führten sie noch 22:20.

Getragen von der Unterstützung einer großen Mehrheit der 844 Zuschauer in der Sporthalle an der Ulmenallee gaben die durch einige Ausfälle ersatzgeschwächten Lipperländerinnen den Gästen vom Rhein in dieser Phase eine Lehrstunde in mannschaftlicher Geschlossenheit - und hatten mit Gisa Klaunig eine Spielerin in ihren Reihen, die just in diesen Minuten kräftig aufdrehte.

Mit acht Toren kam sie zwar nicht an Bayers beste Schützin Jennifer Rode heran. Allerdings ließ die ihren sieben Treffern aus Durchgang eins nach dem Seitenwechsel nur noch vier Tore, dafür aber gleich drei Zeitstrafen folgen, und musste nach der Hinausstellung die letzten gut anderthalb Minuten zuschauen, wie ihre Kolleginnen den Rückstand vergeblich zu verringern versuchten.

Durch den Sieg zog Blomberg-Lippe in der Tabelle wieder an Bayer vorbei. Der Tabellensiebte Dortmund ist für beide aber noch in Schlagweite. Zum letzten Heimspiel der Saison empfängt das Team von Trainerin Renate Wolf am kommenden Sonntag den Vorletzten SVG Celle (16 Uhr).

Elfen: Gaiovych, Fehr - Seidel, Braun (2),Heldmann, Glankovicova (2), Adams, Karolius (3), Naidzinavicius (7), Ruthenbeck, Berndt (1), Janouskova, Adeberg, Schilk (3), Rode (11/6).

Quelle: RP
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