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Lokalsport
Elfen sind gegen Titelkandidat Metzingen krasser Außenseiter

Leverkusen. In Metzingen wink meist reiche Beute. Das Städtchen am Fuß der Schwäbischen Alb ist bekannt für seine hohe Dichte an Fabrikverkäufen (Outlets). Da der Tripp von Bayers Handballerinnen gen Süden aber rein sportlicher Natur ist, sind die Chancen auf eine Shopping-Tour eher klein. Alles andere als eine Niederlage im Auswärtsspiel heute beim TuS Metzingen (19 Uhr) wäre eine Überraschung - und dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen.

Da wären zunächst die eigenen Defizite. Auch wenn dem Team von Trainerin Renate Wolf die ein oder andere Überraschung (Siege in Oldenburg und gegen Buxtehude, Remis in Bietigheim) gelungen ist, kann das sehr junge Team sein Potential nur selten konstant abrufen. Dennoch warnen die Metzinger vor den Leverkusenerinnen und ihrem Star, Noch-Elfe und Nationalspielerin Kim Naidzinavicius.

TuS-Coach Csaba Konoly spricht gar von einer "schwierigen Aufgabe". Dass die Gäste vom Rhein auf Anne Jochin (Knie), Anna Seidel (Schulter) und Kim Berndt (Adduktoren) verzichten müssen, vergrößert die Hoffnung auf eine Überraschung nicht - zumal die Metzingerinnen das Team der Stunde sind.

Im EHF-Pokal warfen sie kürzlich HC Leipzig aus dem Rennen und stehen im Halbfinale. In der Bundesliga haben sie die Tabellenspitze erobert. Nicht nur im Hinblick auf Europapokalträume und Titelambitionen bietet die Partie einen Blick in die deutlich erfolgreichere Leverkusener Vergangenheit: Im Team der Gastgeberinnen stehen mit Marlene Zapf und Anna Loerper zwei Ex-Elfen von Format. Loerper stach nicht nur bei der WM DHB-Teamkollegin Naidzinavicius aus. Die von der "Handball-Woche" gekürte Handballerin des Jahres liefert auch in Meisterschaft, Pokal und Europapokal konstant bärenstarke Leistungen ab. In der Liga führt sie die Torschützenliste mit 144 Treffern (9,5 pro Partie) klar an. Naidzianvicius ist Dritte mit 102 Toren. Loerper hat 68 ihrer 87 Siebenmeter verwandelt - eine Quote von 83 Prozent.

Unschön ist die Erinnerung an die beiden bisherigen Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit. Sowohl beim Pokal-Aus als auch bei der Hinspielniederlage sahen die Elfen jeweils kein Land. "Favorit sind wir nicht gerade, wenn ich es vorsichtig ausdrücken darf", fasst es Wolf zusammen. Wer sie kennt weiß aber, dass sie dennoch nichts unversucht lassen wird, vielleicht doch einen oder drei Punkte zu holen. Danach haben die Elfen Pause. Weiter geht es am Ostersonntag mit dem Heimspiel gegen den VfL Oldenburg - sowohl für die Elfen (16 Uhr), als auch für das Juniorteam (13.15 Uhr), das gegen den VfL-Nachwuchs zum Viertelfinal-Rückspiel der Deutschen Meisterschaft antritt.

(kre)
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