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Elfen: Standortbestimmung in Polen

Lokalsport: Elfen: Standortbestimmung in Polen
Bekommt viel Lob für ihre Rolle als Führungsspielerin bei den Elfen: Rückraum-Ass Kim Naidzinavicius (li.). FOTO: Uwe Miserius (Archiv)
Leverkusen. Nach einem Trainingslager auf der Schwäbischen Alb nehmen die Bundesliga-Handballerinnen am Wochenende an einem Vorbereitungsturnier in Lubin teil. Die bisherigen Testspiele gegen unterklassige Gegner wurden klar gewonnen. Von Tobias Krell

Die Umgebung ist wunderbar, um einmal die Seele baumeln zu lassen. Die Sehenswürdigkeiten der knapp über 2000 Seelen zählenden Gemeinde Bartolomä auf der Schwäbischen Alb haben nicht Architekten geschaffen, sondern die Natur: das Felsenmeer des Wentals, die unberührte Natur des Naturschutzgebietes Weiherweisen und reichlich sehenswerte Landschaft. Die beeindruckende Abgeschiedenheit nutzten Bayers Handballerinnen jedoch nicht für einen Wellness-Aufenthalt. Ganz im Gegenteil: In Bartolomä widmeten sich Trainerin Renate Wolf und ihr Team ganz im Ruhe (im wahrsten Sinne des Wortes) und mit hoher Intensität dem Feinschliff für die neue Spielzeit. Die Chef-Elfe war mit dem Eifer und Einsatz ihrer Getreuen sehr zufrieden: "Sie arbeiten sehr fleißig", betonte sie.

Gute Ansätze gab es auch in den Testspielen zu sehen. Das Gastspiel beim Bezirksligisten TV Bargau bot vor allem die Herausforderung, schönen Handball mit dem ein oder Kabinettstückchen zu bieten, ohne den (hoffnungslos unterlegenen) Gegner vollends zu demütigen. Das ist beim 46:12 bestens gelungen. Die Leverkusenerinnen haben kräftig Werbung in eigener Sache gemacht - auf dem Feld, aber auch bei einem Heimatabend, bei dem sie bekocht wurden und sich zu Gesangseinlagen animieren ließen.

Sportlich sicherlich von höherem Wert war die Partie beim Zweitligisten TV Nellingen, die Bayer mit 41:30 für sich entschied. Professionell und konzentriert ging das Team zu Werke. Vorneweg ging dabei in jeder Hinsicht Kim Naidzinavicius. Die Nationalspielerin glänzte dabei nicht nur als Rückraum-Ass, Spielmacherin und starke Verteidigerin. Sie machte sich auch und insbesondere um die Integration der jungen und neuen Spielerinnen verdient.

Nach einem Teamabend und der letzten Übernachtung auf der Alb ging es gestern morgen auf den Weg gen Osten. Über Sachsen, wo ein weiterer Test beim Zweitligisten HC Rödertal, eine Stadtrundfahrt durch Dresden und eine Partie beim HSV Marienberg auf dem Programm stehen, führt der Tripp bis ins polnische Lubin. Dort nehmen die Elfen an einem hervorragend besetzten Vorbereitungsturnier teil und treffen morgen auf das österreichische Top-Team Hypo Niederösterreich und Pogon Stettin.

Zum Abschluss am Sonntag messen sich die Leverkusenerinnen - in einer Wiederholung der Europacup-Duelle beider Teams aus dem November - mit Gastgeber Zaglebie Lubin. Eine taugliche Standortbestimmung, schließlich konnte sich Bayer seinerzeit nur knapp durchsetzen: Nach einem 30:23 daheim verloren sie das Rückspiel 28:29.

Quelle: RP
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