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Lokalsport
Elfen verpatzen in Göppingen ihren Saisonabschluss

Leverkusen. Mit drei hehren Zielen waren Bayers Handballerinnen zum Abschluss der Bundesliga nach Göppingen gereist: Sie wollten auch ohne großen Wettbewerbsdruck den Beweis antreten, was in ihnen steckt, sich mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause verabschieden und ähnlich überzeugend auftreten, wie im Hinspiel. Auf dem Feld war jedoch wenig bis nichts von diesen Ambitionen zu sehen - und darum konnte Trainerin Renate Wolf ihren Schützlingen nach dem 25:34 (10:18) eine letzte Kritik zum Saisonausklang nicht ersparen. Von Tobias Krell

"Dieses Ergebnis lässt sich nicht allein mit dem jungen Durchschnittsalter erklären. Teilweise sind wir heute unprofessionell aufgetreten", schimpfte sie. Selbst wenn das Resultat keinen großen Einfluss auf das Abschlussklassement hatte - Tabellenplatz acht stand bereits vor Anpfiff fest - hätte sich die Elfen-Trainerin von ihren Spielerinnen ein anderes Auftreten gewünscht. Insbesondere Herz und Leidenschaft fehlten ihr im Wirken der meisten Spielerinnen.

Aus der kollektiven Schelte mochte sie nur zwei Spielerinnen ausnehmen: Natalie Adeberg und Nationalspielerin Jennifer Rode, die mit sieben Treffern Bayers beste Schützin war "Natalie hat sich in der zweiten Halbzeit richtig reingehängt und Jennifers Leistung war tadellos", betonte Wolf. Weit unter den eigenen Möglichkeiten blieb in ihrem letzten Spiel im Bayer-Trikot indes Rodes Nationalmannschaftskollegin Kim Naidzinavicius. Trotz ihrer nur vier Treffer schloss die künftige Bietigheimerin mit 171 Toren als viertbeste Torschützin der Liga ab - hinter den Ex-Elfen Angie Geschke und Anna Loerper sowie Svenja Huber vom alten und neuen Meister Thüringer HC.

Zumindest für diesen einen Spieltag stach eine weitere ehemalige Leverkusenerin gleich alle Elfen aus: Erfolgreichste Schützin der Partie wurde Prudence Kinlend, deren neun Treffer nicht nur exakt dem Vorsprung der Göppingerinnen entsprachen. Sie war auch tatkräftig an jener starken Phase ihres Teams beteiligt, in der die Gastgeberinnen nach Bayers letzter Führung (4:3) ausglichen und sich bis zum Halbzeitpfiff Tor um Tor absetzten. Acht Treffer zum Seitenwechsel erwiesen sich schließlich als zu große Hypothek für die zweite Hälfte. Kurzfristig lagen die Elfen sogar mit zehn Treffern hinten (23:33) und schafften es zudem nicht, den Abstand noch einmal auf weniger als sieben Tore zu reduzieren.

Im Gegensatz zu ihren Kolleginnen haben Keeperin Vanessa Fehr und Flügelspielerin Kim Braun noch die Gelegenheit, der Saison einen erfolgreichen Abschluss zu verpassen. Sie stehen mit den Junior-Elfen im "Final Four"-Turnier um die Deutsche Meisterschaft, das Ende des Monats erstmals in Leverkusen ausgetragen wird.

Elfen: Gaiovych, Fehr - Seidel, Braun, Heldmann (1), Glankovicova (1), Adams (1), Karolius (2), Naidzinavicius (4/1), Ruthenbeck (2), Berndt (1/1), Janouskova, Adeberg (2), Schilk (4), Rode (7/1).

Quelle: RP
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