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Lokalsport
Elfen verteidigen "wie die Teufel" gegen Blomberg

Leverkusen. Beim 20:18-Sieg gegen Blomberg-Lippe glänzten beide Offensivreihen nicht, aber dafür ist die Negativserie endlich gerrissen. Von Tobias Krell

Da jeder Treffer von Bayers Handballerinnen über eine Spendenaktion dem eigenen Nachwuchs zugute kommt, dürfen 20 Elfen-Tore im Heimspiel getrost als magere Ausbeute gelten. Allerdings störte dieser "Geiz" die Fans spätestens mit der Schlusssirene nicht mehr. Zu froh waren sie, dass ihr Team in einem packenden Krimi gegen die HSG Blomberg-Lippe knapp die Oberhand behalten hatte. Gleichzeitig beendete das 20:18 (11:7) eine schwarze Serie von fünf Pflichtspiel-Niederlagen in Folge gegen diesen Gegner.

Wie eng es bis zum Schluss zuging, zeigt schon die Tatsache, dass die letzten beiden Treffer für das Team von Trainerin Renate Wolf erst in der Schlussminute fielen. Die war ohnehin ereignisreich: Zunächst erzielte Zivile Jurgutyte das 19:17. Dann kassierte Blombergs Laura Rüffleux eine Zwei-Minuten-Strafe. Aber auch in Unterzahl blieben die Gäste gefährlich und kamen durch Adriana Cardoso de Castro auf einen Treffer heran. Das Endergebnis nach 60 turbulenten Minuten erzielte Sally Potocki mit einem sehenswerten Abschluss.

"Das tut richtig gut", betonte Chef-Elfe Renate Wolf und erinnerte noch einmal an die Niederlagenserie. Nicht lange reden mochte sie über das ein oder andere Defizit - ausgelassene Chancen, gerade zu Beginn des zweiten Durchgangs. Denn die starke Abwehr überdeckte solche Mängel und war auch im Schlussspurt ein Schlüssel. "Da haben wir verteidigt wie die Teufel", lobte die Trainerin.

Durch den Erfolg gegen Blomberg hat sich Bayer auf den siebten Platz vorgeschoben, liegt damit (wenn auch denkbar knapp) in der ersten Hälfte des Klassements - noch vor Teams wie dem VfL Oldenburg oder Borussia Dortmund und punktgleich mit dem Sechsten Buxtehude sowie dem Fünften Leipzig. Überraschend vorne mit dabei ist derzeit Frisch Auf Göppingen und just beim aktuellen Vierten müssen die Leverkusenerinnen am kommenden Sonntag antreten.

Derweil laufen beim DHB die Vorbereitung für die Europameisterschaft im Dezember in Schweden auf Hochtouren. Jennifer Rode und Jennifer Karolius dürfen sich Hoffnungen machen, mit dem deutschen Team dabei zu sein. Sie gehören - wie die Ex-Elfen Clara Woltering, Anne Müller (beide Dortmund), Angie Geschke (Oldenburg), Anna Loerper, Marlene Zapf (beide Metzingen) und Kim Naidzinavicius (Bietigheim) - zum erweiterten 28er-Kader, aus dem Bundestrainer Michael Biegler seine 16 Spielerinnen benennen muss. Übrigens: Den Weg zum nächsten Lehrgang ab 20. November kennen die acht Genannten nur zu gut: Es geht nach Leverkusen.

Elfen: Fehr, Zec: Bijan, Jurgutyte (6), Seidel, Zschocke, Potocki (1), Bruggeman, Adams, Karolius (6), Berndt (2/1), Janouskova (1), Schilk, Rode (4/1).

Quelle: RP
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