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Lokalsport
Elfen wollen im Pokal Selbstbewusstsein tanken

Leverkusen. In der zweiten Runde des DHB-Pokals führt der Weg für das Team von Trainerin Renate Wolf nach Püttlingen. Von Tobias Krell

Es ist nicht bekannt, ob es unter Bayers Handballerinnen Fans von Horrorstreifen gibt. Kein Zweifel besteht aber, dass sich nicht eine der Elfen auf den "Filmabend" mit Trainerin Renate Wolf gefreut haben dürfte. Denn die Ex-Nationalspielerin hat ihren Schützlingen einen schaurig-schlimmen Film zusammengeschnitten. Zu sehen gab es Sequenzen vom Wochenende. Da leisteten sich die Leverkusenerinnen bekanntlich ein 18:36 gegen den HC Leipzig - eine Klatsche, die nachhallt und Fragen aufwirft.

Vielleicht kommt es Wolf und ihrem Team daher nicht ungelegen, dass die Liga erst einmal eine Pause eingelegt hat. Mit dem DHB-Pokalspiel heute Abend beim saarländischen Oberligisten HSV Püttlingen haben die am vergangenen Sonntag regelrecht gedemütigten Rheinländerinnen eine vermeintlich einfache Aufgabe vor der Brust.

Mit Blick auf die Videoanalyse besteht Hoffnung, dass die Trainerin mit ihrem Appell Gehör gefunden hat. Sie ermahnte alle Beteiligten dazu, die Partie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. "Wir haben ganz einfach überhaupt keinen Grund, überheblich zu sein", betonte sie. Folgerichtig unterschied sich die Vorbereitung in ihrer Intensität nicht von der für ein Ligaspiel. "Wir haben Respekt vor dem Gegner", versichert die Chef-Elfe.

Die Niederlage gegen den HCL ungeschehen machen kann natürlich auch ein Kantersieg im hübschen Städtchen nahe Saarbrücken nicht. Aber das angekratzte Ego wieder ein bisschen zu richten, wäre - neben der Teilnahme am Achtelfinale des Cups - bei einem entsprechenden Resultat durchaus drin. An Motivation besteht also kein Mangel. Und an sportliche Reisen ins Saarland hat Wolf durchweg gute Erinnerungen. Das stets erstklassig besetzte Vorbereitungsturnier in Schmelz, das 2014 zum letzten Mal stattfand, war Jahr für Jahr ein fester Bestandteil der Vorbereitung. Gleich zweimal sicherte sich Bayer dort den Sieg. "Die Saarländer sind sehr begeisterungsfähig. Deshalb freue ich mich besonders, dass wir endlich wieder dort hinkommen", sagt die Übungsleiterin.

Gleich nach dem Pokalspiel, in dem die verletzten Anne Jochin und Elisa Burkholder wie gehabt nicht zum Kader gehören, machen sich fünf Leverkusener Auswahlspielerinnen auf den Weg zu ihren Nationalmannschaften. Neben den DHB-Kräften Jennifer Karolius und Jennifer Rode sind auch die Slowenin Branka Zec, die Tschechin Michaela Janouskova und die Litauerin Zivile Jurgutyte im sportlichen Heimatdienst.

Quelle: RP
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