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Elfen wollen in Berlin punkten

Lokalsport: Elfen wollen in Berlin punkten
Daumen hoch: Trainerin Renate Wolf ist stolz aufihr junges Team. ARCHIVbild: IMAG0 FOTO: imago sportfotodienst
Leverkusen. Der europäische Verband EHF zeichnet die Nachwuchsarbeit bei den Bayer-Handballerinnen aus. Von Tobias Krell

Es macht Renate Wolf Spaß, mit Talenten zu arbeiten. Aber manchmal ist ein so junger Kader wie der von Bayers Handballerinnen für eine Trainerin auch ganz schön anstrengend. Die Scheu ihrer Elfen vor namhaften Gegnern (und dementsprechende Resultate) sorgen regelmäßig für Frust bei der Ex-Nationalspielerin. Zuletzt hatte der engagierten Übungsleiterin die Art und Weise der Niederlage gegen den Meister Thüringer HC zugesetzt.

Rechtzeitig vor dem Auswärtsspiel heute bei den Spreefüxxen in Berlin-Reinickendorf kam vom europäischen Verband EHF unerwartet eine Anerkennung für die herausragende Nachwuchsarbeit im Leverkusener Mädchen- und Frauenhandball. Obwohl die Urkunde erst im März offiziell überreicht wird, dient die Nachricht von der Auszeichnung als Motivationsspritze für Wolf, aber auch für die Verantwortlichen im Jugendbereich. "Das ist eine tolle Anerkennung und darauf sind wir sehr stolz", betont die Chef-Elfe.

Das können sie und ihre Mitstreiter auch sein. Beleg für die gute Entwicklungsarbeit am Rhein sind über den eigenen Verein hinaus eine ganze Reihe aktueller und ehemaliger Nationalspielerinnen, viele Stammkräfte bei Teams der 1., 2. und 3. Liga - und zuletzt drei A-Juniorinnen-Meistertitel für die Junior-Elfen, die gerade erneut ins Viertelfinale eingezogen sind und auch in diesem Jahr ganz klar zu den Titelanwärtern gehören.

Zur manchmal anstrengenden Arbeit mit talentierten, jungen Sportlerinnen gehören auch pädagogisch gemeinte Warnungen. Eine solche sprach Wolf nun vor der Abfahrt in die Hauptstadt aus. Ihre Spielerinnen sollen sich auf die eigenen Stärken besinnen, Einsatz und Konzentration zeigen und bloß nicht glauben, nach dem schweren Spiel gegen Thüringen sei der Tabellennachbar Berlin nun im Schongang zu bezwingen.

"Die Füchse spielen eine sehr ordentliche Saison und haben gerade erst in Leipzig einen Punkt mitgenommen", sagt sie. "Wir werden sie nicht auf die leichte Schulter nehmen." Es klingt die Hoffnung mit, dass diese Aussage nicht nur auf sie, sondern auch auf ihre Schützlinge zutrifft. Nicht mit an die Spree fahren Anna Seidel, die sich an der Schulter verletzt hat, und Keeperin Vanessa Fehr, die sich krank abmeldete. Für sie ist Dana Centini dabei, deren Zweitspielrecht heute den Elfen zugutekommt.

Quelle: RP
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