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Lokalsport
FCL-Sieg scheitert am "Aluminium"

Leverkusen. Beim 2:2 gegen Meister Weiler-Volkhoven stehen mehrfach Pfosten und Latte im Weg. Schlebusch feiert achten Seriensieg. Von Markus Neukirch

FC Leverkusen - Weiler-Volkhoven 2:2 (1:1). Trainer Ali Meybodi war geknickt. Sein Team hatte den Bezirksliga-Meister über 90 Minuten dominiert, zahlreiche Chancen besessen, aber trotzdem nicht gewonnen. "Die Jungs sitzen in der Kabine und sind traurig, als wenn sie verloren hätten", berichtete er. "Schuld" am Remis waren zwei Dinge: Zum einen das Aluminium, das drei Treffer verhinderte, aber auch die eigene Schläfrigkeit bei den Standards.

"Der Gegner hatte eine Chance und zwei Standards - und erzielt dabei zwei Treffer. Gerade bei den Gegentoren waren die Bälle lange in der Luft, und wir haben uns nicht clever angestellt", sagte Meybodi, der sich im ersten Durchgang trotz des Treffers von Aristote Mambasa Masudi (13.) die Haare raufte. Denn erst scheiterte Christovalantis Tsaprantzis mit einem Freistoß am Pfosten und verpasste den zweiten Treffer, wenig später köpfte Velibor Colovic eine Ecke ans Gebälk - und als i-Tüpfelchen lief Mambasa Masudi allein auf den Keeper zu, traf aber ebenfalls nur die Unterkante der Latte. "Wenn einer davon reingeht, fahren wir das Ding nach Hause. Über ein 4:1 zur Pause hätte sich keiner beschwert", sagte Meybodi, der ansonsten eine "extrem engagierte und gute Vorstellung" seines Teams sah. "Das ist eben auch irgendwie das Glück des Meisters, so ein Spiel nicht zu verlieren", fasste er das erste Remis der Rückrunde zusammen. Das 2:1 erzielte Ayhan Atar (63.). Platz drei ist durch den doppelten Punktverlust allerdings nicht mehr möglich für den FCL - im Fernduell mit dem SV Schlebusch geht es noch um Rang vier.

FCL: Baulig, Noster, G. Rama (87. Fanga-Essindi), Colovic, Kuhn (86. Petekrey), I. Rama (72. Cürten), Öztürk, Atar, Luginger, Mambasa Masudi.

SV Schlebusch - SC West 4:0 (1:0). Eigentlich war der achte Sieg auch nur ein Muster ohne Wert, da der Gegner, der sich im Insolvenzverfahren befindet, nicht mehr gewertet wird. "Trotzdem haben die Jungs ein sehr gutes Spiel gezeigt, nur zu viele Möglichkeiten teils läppisch liegen gelassen", fasste Trainer Stefan Müller zusammen, der dennoch zufrieden war. "Alle Tore haben die Stürmer gemacht, und wir haben 90 Minuten Gas gegeben", sagte er.

Joshua Hauschke brach mit seinem Tor kurz vor der Pause den Bann (40.), mit Nedim Basics 2:0 (49.) war die Partie schon frühzeitig entschieden. Michael Urban erhöhte das Ergebnis mit seinem Doppelpack (58./63.).

Nach der Partie feierte sich der SVS und die trotz des verpassten Aufstiegs gelungene Saison noch im Herkenrather Hof. "Ich bin irgendwie froh, nicht wieder knapp am Aufstieg vorbei geschrammt zu sein. Sondern, wenn alles gut läuft, die Saison als Vierter zu beenden. Das ist dann nicht ganz so bitter", sagte Müller. Verliert der FC Leverkusen am letzten Spieltag in Deutz und spielt Schlebusch in Porz mindestens Remis, wäre der SVS Vierter.

SVS: Prica. Wilk, Weistroffer, Gesenhues (67. Raufeiser), Breddemann, Urban (67. Herbel), Balduan, Fielauf (63. Dohmen), Marvin Mayer, Basic, Hauschke.

Quelle: RP
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