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Lokalsport
Football: Banks hilft Tornados im Spitzenspiel aus

Leverkusen. Heute starten die Leverkusen Tornados in die Rückrunde. Gleich zum Auftakt steht eine wegweisende Begegnung auf dem Spielplan. Zu Gast an der Deichtorstraße ist die Reserve der Cologne Crocodiles (Kick Off: 16 Uhr). Es ist das Duell des Zweiten gegen den Tabellenführer - und das Kräftemessen von zwei der drei Aufstiegsaspiranten, die alle erst einmal verloren haben. "Jetzt geht es um die Wurst", betont der Tornados-Vorsitzende Stefan Bollert.

Seine Erinnerungen an das Hinspiel sind zwiegespalten. Gerne denken die Leverkusener daran zurück, dass sie den "Krokodilen" ihre bisher einzige Niederlage zugefügt haben. Allerdings haben sie sich diesen Erfolg teuer erkauft. Bei einem fragwürdigen Einsatz eines Gegenspielers zog sich Runningback Dontrell Chance aus Chicago einen doppelten Beinbruch zu. Inzwischen bestehen zumindest leise Hoffnungen, dass er in dieser Saison noch sein Comeback geben kann, allerdings nicht vor August.

Dass das Team von Headcoach Sherman "DJ" Anderson sein Saisonziel Aufstieg dennoch weiter verfolgen konnte, lag nicht zuletzt daran, dass der zweite US-Amerikaner, Quarterback Joey Sanchez, so gut eingeschlagen hat. Da sein verletzter Landsmann die Aufgabe als Punktemaschine nicht erfüllen kann, erweiterte der Spielmacher aus Miami sein Repertoire entsprechend und lief immer wieder selbst. Das machte er so gut, dass er bei den Tornados der Spieler mit den meisten Punkten ist. Umso schwerer wog sein Ausfall im letzten Hinrundenspiel. "Taunting", also Verspotten des Gegners, hatten die Referees ihm unterstellt, weil er einen seiner Touchdowns mit einem leichten Watschelgang gefeiert hatte. Dafür wurde er für das Heimspiel gegen die Cologne Ronin gesperrt, es folgte prompt die erste Niederlage.

Chance ist nach wie vor nicht einsatzfähig und auch einige andere wichtige Spieler fallen für das Rückspiel gegen die Crocodiles aus. Bollert ist dennoch optimistisch, dass ein zweiter Coup gelingt. Denn nicht nur Quarterback Joey Sanchez ist wieder an Bord, sondern auch Patrick Kettler. "Er wird unser Angriffsspiel beleben", ist der Vorsitzende überzeugt. Außerdem haben die Leverkusener zumindest für diese eine Begegnung wieder ein Duo aus dem Mutterland des Football auf dem Feld. Defender Justin Banks hilft aus. Der in Deutschland lebende US-Amerikaner gehörte vorige Saison zum Kader, hat seine Karriere aber beendet. Um den Kollegen zu helfen, macht er nun eine Ausnahme. Schließlich geht es um nicht weniger als eine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen.

(kre)
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