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Lokalsport
Führungsduo des TSV steht nicht mehr zur Wahl

Leverkusen. Der Vorsitzende Joachim Strauss sowie seine Stellvertreterin Heide Ecker-Rosendahl hören auf.

Beim TSV Bayer 04 Leverkusen geht eine Ära zu Ende. Bei der Mitgliederversammlung der Leichtathletikabteilung am Dienstag, 22. April, stellen sich sowohl Abteilungsleiter Joachim Strauss als auch seine Stellvertreterin Heide Ecker-Rosendahl nicht mehr zur Wahl. Der langjährige Sportwart Günther Cordier tritt ebenfalls ab. Das Trio ist seit 2002 im Amt.

"Es ist nun Zeit für einen Wechsel", sagen Strauss und Ecker-Rosendahl unisono. "Wir haben aus dem Bereich der Bayer AG zwei leichtathletikaffine Führungspersönlichkeiten zur Fortführung unserer Arbeit gewinnen können. Das macht uns den Abschied leicht", sagt Strauss.

Gemeinsam mit Geschäftsführer Paul-Heinz Wellmann haben beide viel Energie in den Verein investiert. Immerhin galt es, ab 2010 ein Fünftel des Haushalts durch andere Einnahmen auszugleichen. Trotzdem wurde weiter investiert: Das große Wurfhaus für die Speerwerfer sowie der Stabhochsprungmessplatz sind nur zwei von vielen Projekten. Größte sportliche Erfolge der Ära: die Weltmeistertitel im Speerwurf von Steffi Nerius (2009) und Katharina Molitor (2015).

Der scheidende Vorsitzende Joachim Strauss war 22 Jahre für die Bayer AG als Justiziar tätig und arbeitet seit 2008 wieder als freier Rechtsanwalt. 1971 und 1973 wurde er mit Bayer 04 Deutscher Meister in der Vier-Mal-800-Meter-Staffel. Dazu spielte er mit Rot-Weiß Leverkusen und Rot-Weiß Opladen als Spitzenspieler in der Verbandsliga Tennis. Heide Ecker-Rosendahl, seit 52 Jahren Vereinsmitglied, gewann 1972 in München im Weitsprung und als Schlussläuferin der Vier-Mal-100-Meter-Staffel zweimal Olympia-Gold sowie Silber im Fünfkampf.

(sb)
 
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