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Für die Giants wird die Luft immer dünner

Lokalsport: Für die Giants wird die Luft immer dünner
Rod Camphor (am Ball) kämpft noch mit den Folgen einer Knieverletzung. Ob er in Baunach auf dem Feld stehen wird, ist noch unklar. FOTO: MISERIUS (ARCHIV)
Leverkusen. Der abstiegsbedrohte Basketball-Zweitligist geht morgen in Baunach auf Punktejagd. Der Einsatz von Rod Camphor ist fraglich. Von Sebastian Laule

Die Suche nach einem Hoffnungsschimmer wird für die Bayer Giants zunehmend komplizierter. Die 55:61-Niederlage vergangenen Sonntag gegen Paderborn wirkt nach. Die Mannschaft hat, abgesehen von ihrer Wurfausbeute, nicht enttäuscht. Einsatz und Wille stimmten wie immer - nur das Ergebnis passte nicht dazu. Headcoach Achim Kuczmann erinnert auf der Suche nach Mutmachern an die letzte Saison: "Wir mussten damals aus vier Spielen drei Siege holen und haben es geschafft. Diesmal haben wir sogar noch ein Spiel mehr und die Ausgangslage ist besser." Morgen (17.30 Uhr) steht die nächste Aufgabe in Baunach an.

Eine Garantie, dass sich der Endspurt des letzten Jahres wiederholen lasse, gebe es freilich nicht. Gleichwohl gelte es zu verhindern, dass sich in den Köpfen der Spieler Frustration breit mache, sagt der Trainer. "Wir haben direkt nach dem Spiel gegen Paderborn in der Kabine darüber gesprochen, dass es keinen Grund gibt, aufzugeben. Von fünf Spielen haben wir noch drei zuhause. Es ist noch alles drin, solange die Mannschaft an sich glaubt."

Jetzt gehe es auch darum, nicht zahllose Szenarien im Kopf durchzuspielen, betont der Coach, sondern in Ruhe von Spiel zu Spiel zu denken. Morgen müssen die Riesen auswärts ran. Das Duell in Baunach wird der 14. Versuch, Punkte in der Fremde zu holen. Die Young Pikes, mit 19,6 Jahren die jüngste Mannschaft der Liga, sind aktuell gut drauf. Mit zuletzt drei Siegen aus vier Spielen hat sich das Team in die Play-off-Ränge geschoben.

In der Hinrunde gab es ein 52:60. Es war vor allem in der Offensive die bislang schwächste Saisonleistung der Giants - besonders von der Freiwurflinie. Diese Analyse passt aber auch gut zum letzten Auftritt der Leverkusener gegen Paderborn. Diesmal muss es im Angriff besser laufen. Kuczmann: "Einigen war der Druck anzumerken. Wir müssen sehen, dass wir den Kopf morgen möglichst frei haben und nicht unnötig verkrampfen."

Gegen die Ost-Westfalen vermisste der 62-jährige einen Spieler, der in schwierigen Situationen einfach zwei, drei Bälle im Korb versenkt. Diesen Part hat bis zum Spiel in Hamburg vor zwei Wochen zuverlässig Rod Camphor übernommen. Gegen Paderborn fehlte der 23-jährige wegen einer Knieverletzung. Immerhin gaben die Mediziner Anfang der Woche grünes Licht für den Einstieg ins Training.

Sein Einsatz morgen ist nicht sicher, aber möglich. Camphor ist nicht nur Bayers bester Angreifer, sondern auch Antreiber. Einer, der durch seine Art die anderen mitreißt - kurzum: im Abstiegskampf unersetzlich. "Er hat ein paar Einheiten mitgemacht", sagt Kuczmann. "Wir müssen sehen, wie das Knie die Belastung verkraftet. Auf keinen Fall werden wir einen längeren Ausfall riskieren."

Quelle: RP
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