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Gencler befreit sich gegen Lützenkirchen

Lokalsport: Gencler befreit sich gegen Lützenkirchen
Mustafa Uzun (l.) und Viktor Ergardt lieferten sich in einem fußballerisch dürftigen Derby einige Zweikämpfe. FOTO: um
Leverkusen. Im Derby der beiden Kreisligisten haben die Opladener das bessere Ende für sich. Ein Leckerbissen für Fußballfreunde war das Duell nicht - im Gegensatz zur Partie des SC Hitdorf gegen die Schlebuscher Reserve, das sieben Tore zu bieten hatte. Von Lars Hepp und Markus Neukirch

Fußball-Kreisliga Solingen: Genclerbirligi Opladen - SSV Lützenkirchen 1:0 (1:0). Nur eine Mannschaft konnte den Abwärtstrend stoppen und sich wieder in Richtung gesichertes Mittelfeld orientieren: Die Fußballer von Genclerbirligi Opladen. In einem weitgehend ereignisarmen Nachbarschaftsduell setzte sich die von Toni Diomedes trainierte Mannschaft gegen Lützenkirchen durch. "Heute hat eine schwache Mannschaft gegen eine noch schwächere Truppe gewonnen. Mit Blick auf unsere personelle Situation war nicht mehr möglich", sagte SSV-Trainer Ralf Job.

Bereits nach acht Minuten sollte das Tor des Tages fallen. Elfat Sinani lieferte die Vorarbeit und Mustafa Uzun hatte keine Probleme, den Ball zu verwerten. "Wir hatten noch einige Chancen, doch haben den letzten Pass zu ungenau gespielt", sagte Diomedes, der seinem Team ein Kompliment machte. In der Abwehr verdienten sich alle Genclerbirligi-Spieler ein Sonderlob. Diomedes hob vor allem Yasin Ocakli hervor. Der Defensivspieler war in nahezu allen Szenen unüberwindbar und überzeugte im Zweikampfverhalten.

HSV Langenfeld - BV Bergisch Neukirchen 1:2 (0:1). Zu einem überraschenden Auswärtssieg kamen die Neukirchener Fußballer. Beim Aufstiegskandidaten in Langenfeld lieferte die von Michael Czok trainierte Mannschaft eine konzentrierte Vorstellung ab und nahm verdient die Punkte mit. Kai Lehmann war schon nach fünf Minuten mit dem Führungstreffer zur Stelle.

Im Anschluss an den Traumstart veränderten die Gäste ihre Grundordnung und beschränkten sich aufs Kontern. "Diese Rechnung ist letztlich aufgegangen", sagte Czok. Zwar kassierte der BVN in der 50. Minute noch den Ausgleich, doch nach etwas mehr als einer Stunde schlug der Außenseiter zu: Andre Brandenburg erkämpfte auf dem rechten Flügel den Ball - und über einen Doppelpass mit Tim Reckzügel schob er zum Siegtreffer ein.

Kreisliga A Köln: SC Hitdorf - SV Schlebusch II 4:3 (2:2). Das Derby war spannend bis zum Abpfiff und fand einen glücklichen Sieger im Aufsteiger: Michael Wloczyk traf in der zweiten Minute der Nachspielzeit nach einem verunglückten Abschlag von SVS-Keeper Christian Förster zum 4:3-Endstand. Im Gegenzug blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm, als Dennis Reeke zu Fall gekommen war. "Das war schon glücklich. Ein 3:3 wäre gerecht gewesen", befand Hitdorfs Coach Udo Dornhaus. SVS-Spielmacher Nico Schmiedt ärgerte sich über die verlorenen Punkte: "Alle Gegentore waren unnötig. Das tut weh."

Dabei hatte er die Führung des SVS besorgt, mit seinem "ersten Kopfballtor, an das ich mich erinnere", wie er sagte (12.). Philip Babilon glich für die Hausherren nach Zuspiel von Kamill Grendzinski aus (21.), Miguel Rodrigues hatte zum 1:2 getroffen (26.), Florian Kobling per Kopf zum erneuten Ausgleich (31.). Bei beiden Gegentoren machte Förster keine gute Figur. die erste Führung des SCH besorgte Grendzinski wie schon beim 2:2 nach einem Standard mutterseelenallein per Kopf. Schlebusch mühte sich zwar, aber schlussendlich gelang nur noch das 3:3: Der eingewechselte Matthias Urban scheiterte an Sven Ewert - und der Sekunden zuvor ins Spiel gekommene Abdelaziz Mastur staubte mit seinem ersten Ballkontakt der Saison ab. Als sich beide Teams schon fast mit einem Remis abgefunden hatten, schlug Wloczyk eiskalt zu.

Bergfried Leverkusen - Lindenthal-Hohenlind II 4:0 (1:0). Mit der für Trainer André Fanroth "besten Saisonleistung" gewannen die Blau-Weißen: Sascha Künzel (14./74.), Mirco Cwikowski (82.) und Sebastian Bamberg (88.) trafen, ließen aber doppelt so viele Möglichkeiten auch aus. "Die Chancenverwertung war - nett formuliert - fahrlässig im ersten Durchgang", sagte Fanroth. Er musste auch mitansehen, wie nach einer Gelb-Roten Karte für die Gäste in der 52. ein Bruch ins Spiel kam. "Das 2:0 war unsere erste Chance, aber hintenraus hätten wir auch 5:0 oder 6:0 gewinnen können", sagte er.

(lhep)
 
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