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Lokalsport
Gencler düpiert Tabellenführer, Lützenkirchen taumelt weiter

Leverkusen. Die Opladener Kreisliga-Fußballer siegen souverän gegen Langenfeld. In Lützenkirchen stehen die Zeichen nach dem 1:5 gegen Solingen auf Abstieg. Von Lars Hepp und Markus Neukirch

Kreisliga A Solingen: Genclerbirligi Opladen - HSV Langenfeld 3:1 (2:0). Ein Ausrufezeichen haben die Opladener Fußballer gestern Nachmittag gesetzt. Zuhause besiegte die von Toni Diomedes trainierte Mannschaft überraschend den bislang souveränen Tabellenführer aus Langenfeld. "Das hat richtig Spaß gemacht. Mein Team hat eine tolle Leistung hingelegt", sagte Diomedes.

Nach zögerlichem Beginn fanden die Platzherren schneller zu den ersten Chancen. Nach etwas mehr als einer halben Stunde erzielte Mustafa Cavdar den Führungstreffer. Nur wenige Augenblicke danach erhöhte Fatih Uzun noch vor dem Seitenwechsel auf 2:0.

In den zweiten 45 Minuten konzentrierten die favorisierten Gäste ihre Bemühungen und in der 55. Minute gelang der 2:1-Anschlusstreffer. Doch die Opladener hielten dem Druck stand und Gürkan Kancura stellte in der 68. Minute den alten Abstand wieder her. In der intensiven Schlussphase konnte die Defensive von Genclerbirligi alle gefährlichen Situationen schnell zu lösen und brachte den Vorsprung über die Zeit.

SSV Lützenkirchen - Vatan Spor Solingen 1:5 (0:3). Auf dem Weg in Richtung Kreisliga B befinden sich die Lützenkirchener Fußballer nach der Partie gegen Solingen. Zu Hause hatte die von Ralf Job trainierte Mannschaft keine Chance gegen den Tabellenfünften. "Das war ein total enttäuschender Auftritt und in dieser Verfassung haben wir in der Spielklasse auch nichts mehr verloren", betonte der merklich angefressene Job.

Die Begegnung war bereits nach 18 Minuten entschieden - als die Klingenstädter den dritten Treffer im Tor des SSV untergebracht hatten. Zu mehr als dem Ehrentreffer von Viktor Ergardt fünf Minuten vor dem Spielende sollte die schwache Leistung der Hausherren nicht mehr reichen.

SV Schlebusch II - SC Rondorf 0:2 (0:1). Die Serie von Trainer Bayer Kesisoglu ohne Niederlage endete jäh, weil die Schwarz-Gelben in den entscheidenden Situationen falsch lagen. Beim 0:1 (22.) fühlte sich bei einem Eckball niemand für den Kölner im Strafraum zuständig - und der nutzte das mit einem wuchtigen Kopfball, der Chris Geschonneck im Tor keine Chance ließ. Beim 0:2 (71.) ließ sich die gesamte Hintermannschaft "abkochen", wie es Kesisoglu ausdrückte. "Wir waren nicht wach genug und wurden dafür bestraft", sagte er.

Auf der Gegenseite vergaben Kennedy Loritz (Freistoß), U 19-Joker Alban Gashi (Pfosten) und der zweite A-Junior Petros Pechlivanidis drei große Möglichkeiten. "Verdient verloren, weil wir zu viele Fehler gemacht haben", lautete Kesisoglus Fazit. Einen gewichtigen Anteil am schwachen Auftritt hatte allerdings auch ein Schockmoment in der 19. Minute: Benjamin Liese verletzte sich bei einem eigenen Eckball schwer, weil er von einem Gegner unglücklich im Gesicht getroffen wurde. Der Krankenwagen forderte einen Notarzt noch vor der Halbzeitpause an, ehe es für Liese in die Spezialklinik nach Solingen ging. Er hat mehrere Frakturen im Gesicht erlitten.

SC West Köln - SC Hitdorf 0:0. Das Nachholspiel am Donnerstag steckte dem Hitdorfer Rumpfteam noch in den Knochen. In den ersten zwanzig Minuten war es vor allem Keeper Tom Meißner zu verdanken, dass die Null stand. "Danach sind wir aber gut in die Partie gekommen und haben uns das Remis erarbeitet - auch, wenn es in der letzten Viertelstunde noch einmal eng wurde", berichtet Trainer Udo Dornhaus. In der 75. Minute sah Tobias Timm die Gelb-Rote Karte wegen wiederholtem Foulspiels, was die Kölner zur Schlussoffensive inspirierte.

In der folgte Angriff auf Angriff, aber die Abwehr der Hitdorfer hielt. Justin Prensena hätte in der Schlussminute sogar noch einen Treffer erzielen können, aber er verzog. "Jetzt bin ich froh, dass wir ein spielfreies Wochenende zur Regeneration nutzen können. Dann wollen wir wieder angreifen", sagte Dornhaus mit Blick auf die Tabelle, wo die "Kellerkinder" punkteten.

(lhep)
 
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