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Lokalsport
Giants-Coach Achim Kuczmann baut auf seine Neuzugänge

Leverkusen. Die Hoffnungen des Absteigers für eine schnelle Rückkehr in die Pro A ruhen vor allem auf den drei neuen US-amerikanischen Spielern.

So ganz verflogen war der Kater nach dem Absturz aus der zweiten Liga noch nicht, als Anfang Mai die Abteilungsversammlung der Bayer Giants anstand. Seit dem Ende des Bundesliga-Basketballs 2008 ging es letztes Jahr erstmals wieder abwärts. Die Verantwortlichen, allen voran Frank Rothweiler, konterten allerdings umgehend jeden Anflug von Depression: "Diesen Betriebsunfall wollen wir schnellstens beheben und den direkten Wiederaufstieg in die Pro A schaffen."

Aus dem Giants-Lager sind das gemessen an den letzten Jahren ungewohnt offensive Formulierungen, den ambitionierten Worten folgten indes schnell Taten. Was die neue Mannschaft wirklich kann, wird sich erst beim Start der Vorbereitung am 20. August im Test gegen Phoenix Hagen (BBL) zeigen, die getätigten Transfers lassen aber einiges erwarten. Die Liaison mit Tre Bennett, der dann doch lieber nach Finnland wollte, hielt zwar nur zwei Tage, danach landeten die Riesen aber nur noch Treffer, zumindest findet das Headcoach Achim Kuczmann. Als erster kam Tim Schöneborn (Flügel) aus Rhöndorf. "Ein Spieler mit hoher Qualität und Erfahrung, er wird sehr wichtig für die Mannschaft werden", meint der 62-Jährige über "El Pistolero". Die größten Hoffnungen ruhen indes auf dem kurz nacheinander verpflichteten US-Trio Brandon Nazione, Damon Smith (beide Flügel) und Kerry Carter. Vor allem Letzterer soll als Spielmacher die Problemzone der Vorsaison beheben. Dass der 25-jährige Kalifornier kurzfristig bei Teneriffa in der ersten spanischen Liga unter Vertrag stand, steigert die Erwartungshaltung zusätzlich. "Die Verpflichtung von Kerry Carter ist ein Glücksfall für unsere Mannschaft", meint Kuczmann über den neuen Guard.

Treffsicher, gutes Auge, hart in der Verteidigung sei er, doch auch bei den anderen beiden US-Boys spart der Coach nicht an den Vorschusslorbeeren. Schneller und unberechenbarer soll das Bayer-Spiel werden, dazu passt auch die Verpflichtung von Alexander Blessig (Guard) Anfang dieser Woche. Der 23-jährige ehemalige Jugend-Nationalspieler, der zuvor bei Bayern München, Alba Berlin und in der amerikanischen College-Liga unterwegs war, soll das letzte neue Puzzleteil im potenziellen Aufstiegskader werden.

"Er war auf dem Spielermarkt sehr gefragt, deshalb sind wir froh, dass Alexander sich für uns entschieden hat", meint Kuczmann zufrieden. Der Coach ist sicher, dass die Abgänge von Drew Brandon, James Hulbin und Ricky Kreklow sowie Dennis Heinzmann (RheinStars), Benjamin Nick (USA) und Anton Zraychenko (Ziel unbekannt) damit mehr als kompensiert werden. Aus dem letztjährigen Kader erhalten bleiben den Riesen Michael Kuczmann, Olegas Legankovas, Marten Linssen und Daniel Merkens.

Besonders wichtig war auch der Verbleib von Routinier Götz Twiehoff - nicht nur als Kämpfer unter dem Korb, sondern auch als Identifikationsfigur für die Leverkusener Basketballer. Gehalten werden soll auch Youngster Marvin Heckel, zwischen beiden Seiten bestehe intensiver Kontakt, sagt Kuczmann.

(sl)
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