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Lokalsport
Giants fürchten den Auswärtsfluch

Leverkusen. Den Riesen droht morgen die zehnte Saison-Niederlage in der Fremde.

Morgen (17.30 Uhr) könnte es für die Bayer Giants zweistellig werden. Neunmal hat sich die Mannschaft von Achim Kuczmann in dieser Spielzeit bislang in der Fremde versucht und jedes Mal setzte es eine Pleite. Bei den Gladiators Trier droht Nummer zehn. Letzte Saison holten die Riesen vom Rhein auch nur zwei Siege aus 13 Auswärtsspielen, trotz des Klassenerhalts die zweitschlechteste Bilanz aller ProA-Teams. Die Franken sind mit ihrer Bilanz (vier Siege, drei Niederlagen) keine Heimmacht, aber auch kein Selbstbedienungsladen. Dennoch wird der Leverkusener Trainer vor dem zweiten Pflichtspiel in diesem Kalenderjahr was seine Erwartungen angeht diesmal ungewohnt deutlich: "Wir müssen jetzt einfach auch mal auswärts einen Sieg holen, sonst geraten wir zu sehr ins Hintertreffen."

Noch sind die rettenden Regionen zumindest in Sichtweite, weil auch Paderborn nicht gerade mit Beständigkeit glänzt. Die Chancen, den Sprung über die rote Linie zu schaffen, werden indes wöchentlich weniger. Kuczmann demonstriert trotz des miserablen Tabellenbildes gewohnt Zuversicht: "Für uns gilt wie immer: nicht trauern, sondern nach vorne blicken. Ich denke, auch aus dem Köln-Spiel kann die Mannschaft wieder viel Gutes mitnehmen." Speziell war auch das Hinspiel, das seine Mannschaft nach einem physischen wie psychischen Kraftakt am Ende noch 66:64 gewann. Es war der zweite Sieg am sechsten Spieltag und Bayer stand damals im sicheren Mittelfeld. In den zehn Spielen, die folgten, kam indes nur noch ein weiterer hinzu. Wenn auch gegen den Tabellenzehnten nichts Zählbares herausspringt, könnte sich das erhoffte Abstiegsendspiel kommende Woche gegen Hanau bereits von selbst erledigt haben. Um dieses Schreckensszenario zu vermeiden, müssen die Riesen sich wieder auf ihre wirklichen Stärken besinnen. Und dazu gehört ganz sicher nicht, das Verzetteln in wilde Einzelaktionen, von denen es reichlich in der zweiten Halbzeit bei den RheinStars zu sehen gab. Kuczmann fordert deshalb: "Wir leben von unserem Mannschaftsspiel und das muss jedem Einzelnen klar sein."

(sl)
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