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Lokalsport
Giants geben Vorteil aus der Hand

Leverkusen. Die herbe Pleite gegen Vechta und der Essener Sieg sorgen für Ernüchterung. Von Sebastian Laule

Wohin der Blick auch ging - die Rundsporthalle war Samstagabend ein einziger Ort der langen Gesichter. Abgesehen von der Gäste-Bank und den wenigen versprengten Anhängern von Spitzenreiter Vechta regierte die Depression. Das hatte weniger mit der heftigen 55:89 (31:48)-Klatsche gegen den angehenden Meister der regulären Saison zu tun. Das gegen die Rastas nichts zu holen sein würde, stand spätestens nach drei Vierteln fest, weshalb Achim Kuczmann im letzten Abschnitt vorsichtshalber alle Leistungsträger schonte und das Ergebnis damit noch klarer ausfiel. Der Hauptgrund war gut 500 Kilometer nord-östlich verortet: In Chemnitz kam der wichtigste Konkurrent der Bayer Giants zu einem 61:50-Erfolg, der in der Smidt-Arena bei der Schlusssirene schon bekannt war.

Wenn Nürnberg letzten Sonntag der "perfekte Zeitpunkt" (Kuczmann) für den ersten Auswärtssieg war, dann war Vechta bislang der sicher schlechteste für die achte Heimniederlage, vor dem letzten Spieltag haben die Riesen den Klassenerhalt nicht mehr in der eigenen Hand. "Es war damit zu rechnen, dass Essen auch mal wieder ein Spiel gewinnen würde. Natürlich macht dass die Lage jetzt noch schwieriger, aber es ist immer noch nichts verloren", versuchte der Giants-Coach Team und Fans direkt wieder Mut zu machen.

Der Auftritt gegen den Tabellenführer taugte da freilich nicht zu, damit sei aber auch nicht zu rechnen gewesen, sagte der 62-jährige: "Vechta arbeitet in ganz anderen Dimensionen als wir, gegen so viel geballte Qualität hatten wir überhaupt keine Chance. Auch wenn das Ergebnis schon sehr deutlich ausfällt, muss sich die Mannschaft nichts vorwerfen lassen", konstatierte der Coach. Sein Team, die erneut auf Ricky Kreklow (Rückenprobleme) verzichten musste, war das komplette Spiel in allen Belangen und Statistiken unterlegen.

Drew Brandon erzielte nach 44 Sekunden die 2:0-Führung, zwei Rasta-Angriffe später konnte Bayers Spielmacher zum 4:4 ausgleichen, den Rest des Spiels lagen die Giants erst deutlich, später aussichtslos zurück. "Spielverlauf und Ergebnis sind natürlich enttäuschend, zumal wir am Wochenende davor zwei so gute Leistungen gezeigt hatten", fasste Kuczmann zusammen.

Giants: Brandon (10), Camphor (12), Twiehoff (5), Heinzmann (6), Zraychenko (5), Hulbin (17), Nick, Legankovas, Merkens, Kuczmann.

Quelle: RP
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