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Basketball
Giants: Letzte Niederlage ist ohne Wert

Leverkusen. Bereits vor der Partie in Jena hatten die Basketballer den Klassenerhalt sicher. Von Sebastian Laule

Der Held des vergangenen Spieltags stampfte diesmal doch merklich missgelaunt vom Feld. Tatsächlich hatte Marc Sonnen in Jena wenig bis keinen Grund, freundlicher zu schauen. Der Shooting Guard der Bayer Giants hatte gerade sein fünftes Foul kassiert, davor keinen seiner sieben Würfe ins Ziel gebracht - für einen Spieler seiner Qualität ein echtes Novum.

Dass seine Mannschaft zudem klar verlieren würde, stand da bereits auch schon fest. Am Ende hieß es 69:92 (33:47). "Wir haben zuletzt mit Essen und Hamburg zu Hause zwei Play-Off-Mannschaften geschlagen, aber Jena hat natürlich eine ganz andere Qualität. Wir waren in der ersten Halbzeit noch recht ordentlich im Spiel, aber nach der Pause war es eine klare Angelegenheit für Jena", resümierte Achim Kuczmann.

Letztendlich war bei seinem Team doch früher als gewollt die Luft raus. Noch einmal alles geben und vielleicht eine letzte Überraschung schaffen, so hatte der Coach die Zielsetzung für das letzte Saisonspiel in der 2. Basketball-Liga Pro A seiner Giants bei Science City formuliert. Für Bayer ging es dabei um nichts mehr, der Klassenerhalt stand bereits seit dem Erfolg über Essen am vergangenen Spieltag fest. Durch den verlorenen direkten Vergleich mit Chemnitz war auch nach oben (Platz 12) nichts mehr möglich. Die Giants werden wie schon vergangenes Jahr 13. Auch deshalb fiel es den Verantwortlichen leicht, bereits vor dem letzten Akt den Vertrag von Richard Carter vorzeitig aufzulösen, um dem 22-Jährigen ein Engagement bei einem anderen Club zu ermöglichen (die RP berichtete). Carter wechselt in die zweite Schweizer Liga.

Ganz anders als bei den Leverkusenern war die Ausgangslage vor der Partie für Jena: Für die Gastgeber war es im Fernduell mit Gotha die letzte Chance, die inoffizielle Landesmeisterschaft des Freistaates für sich zu entscheiden und die Rockets noch von Tabellenplatz vier zu verdrängen. Entsprechend motiviert traten die Thüringer von Beginn an auf. Nur 15 Minuten konnten die Giants das Spiel offen halten (25:25). Danach kam der Favorit - auch begünstigt durch einige Leichtsinnsfehler der Giants - im Aufbau immer besser ins Rollen und sorgte vor der Pause bereits für die Vorentscheidung. In der zweiten Halbzeit ließen sich die Giants zwar nicht hängen. Dieser unbändige Wille, der die Riesen zuletzt zu drei Siegen in vier Spielen getragen hatte, war aber auch nicht zu spüren.

Weil Jena trotz klarem Vorsprung bis zum Schluss nicht nachließ und Bayer dazu insgesamt 21 Ballverluste beisteuerte, fiel die Niederlage entsprechend deutlich aus. "Jeder wollte sich im letzten Spiel noch einmal präsentieren und zeigen, dass wir zurecht die Klasse gehalten haben, aber da spielt auch immer noch ein Gegner mit. Die Niederlage ist sicherlich etwas hoch, trotzdem war unser Auftritt insgesamt in Ordnung", befand Kuczmann.

Giants: Bich (2), Legankovas (9), Twiehoff (5), Spöler (8), Manigat (12), Koch (23), Heinzmann (10), Goddek, Pokar, Sonnen, Kuczmann. Kommentar

Quelle: RP
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