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Lokalsport
Giants müssen zum Spitzenteam

Leverkusen. Die Bayer-Basketballer treten am Samstag beim Pro B-Tabellenführer Karlsruhe an. Trainer Achim Kuczmann gibt sich trotz der unnötigen Niederlage in Frankfurt am vergangenen Zweitliga-Spieltag optimistisch. Von Sebastian Laule

Es klang ein wenig wie eine Ausrede, was Giants-Trainer Achim Kuczmann nach dem verlorenen Spiel bei der Reserve von Bundesligist Frankfurt Skyliners (83:80) am vergangenen Spieltag sagte. In dieser Liga gebe es "für keine Mannschaft einfache Gegner". Grundsätzlich könne in der zweiten Basketball-Bundesliga "jeder jeden schlagen".

Tendenziell mag das stimmen. Dennoch kann der Trainer jedem, der behauptet, seine Mannschaft hätte die Partie gewinnen müssen, nicht böse sein. Die jungen Frankfurter waren vor dem vergangenen Spieltag Tabellenletzter, ein Heimspiel hatten sie bis dahin nicht gewonnen. Darf sich eine Mannschaft, die um den Aufstieg spielen will, so eine Niederlage erlauben?

Diplomatisch formuliert, kam die Niederlage beim Kellerteam zumindest überraschend.

Die Worte des Trainers, jeder könne jeden schlagen, darf indes auch als Kampfansage an den kommenden Gegner verstanden werden. Morgen treffen die Bayer Giants in der Pro B auf den Spitzenreiter, die PS Lions Karlsruhe (19.30 Uhr).

Der Ex-Bundesligist hat seit dem ersten Spieltag nicht mehr verloren und bietet die beste Verteidigung der Liga auf (687 Punkte kassierte das Team bislang, die Giants 831). "Mit ihren neun Siegen hintereinander sind sie schon gut dabei", sagt Kuczmann.

Dennoch: "Wir haben oft genug gezeigt, dass mit uns überall und jederzeit zu rechnen ist. Gegen Elchingen haben wir gewonnen und auch die anderen Teams, die oben dran sind, hatten gegen uns ihre Schwierigkeiten." Sein Team wolle versuchen, offensiv mitzuspielen. Aber liegt den Leverkusenern der Spielstil des kommenden Gegners?

Ähnlich wie zuletzt bei den Skyliners läuft das Spiel der Karlsruher mit dem US-Amerikaner Orlando Parker (2,03 Meter und 14,4 Punkte pro Spiel) und Bill Borekambi (1,98, 13,5 Punkte pro Spiel) vornehmlich über die großen Positionen. Insgesamt verteilt der Spitzenreiter die Verantwortung im Angriff auf viele Schultern und ist daher offensiv schwer einzuschätzen. Bayer wird konzentriert verteidigen müssen, um eine Chance zu haben.

Neben zwei wichtigen Punkten im Aufstiegsrennen geht es für die Leverkusener auch um das eigene Selbstvertrauen. Nicht so sehr wegen des Frankfurt-Spiels. Ein Erfolg im letzten Hinrundenspiel gegen die Mannschaft mit der besten Sieg-Niederlagen-Bilanz aller 24 Pro B-Teams würde den Riesen vielmehr - trotz ihrer bereits vier Niederlagen - die Bestätigung liefern, dass die eigenen Aufstiegsambitionen keine bloße Träumerei sind.

Quelle: RP
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