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Lokalsport
Giants schaffen den Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Leverkusen. Siege gegen Essen und in Nürnberg am Doppelspieltag lassen den Klassenerhalt in der ProA in greifbare Nähe rücken. Von Sebastian Laule

Es war ein Wochenende wie gemalt für die Bayer Giants: Angefangen am Freitag der Sieg im Abstiegskrimi gegen die Essener Baskets. Durch den 77:71-Erfolg verpassten die Riesen vom Rhein zwar den direkten Vergleich mit den Kruppstädtern, konnten aber erstmals seit Monaten wieder die Abstiegsplätze verlassen. Gestern gelang es dann den zwei Punkte-Vorsprung durch ein 92:83 (50:46) in Nürnberg zu halten, auch wenn Essen zeitgleich den Pflichtsieg gegen Absteiger Rhöndorf einfuhr.

Durch den ersten Auswärtssieg im 15. Versuch liegt der wichtige psychologische Vorteil nun bei Bayer. Achim Kuczmann zeigte sich von der Leistung seines Teams absolut begeistert: "Ein fantastisches Spiel von der ersten bis zur letzten Minute und wahrscheinlich unser bestes in der gesamten Saison." Abgesehen von der Anfangsphase lag seine Mannschaft durchgehend vorne, zog immer wieder auf mehr als zehn Punkte weg. Zwar blieb auch der Tabellenachte hartnäckig in seinem Bemühen noch einmal an die Giants ranzukommen, doch die Riesen vom Rhein zogen immer die richtige Antwort im Köcher.

Überragend wie schon am Freitag geriet der Auftritt von Rod Camphor, der mit 29 Punkten erneut Topscorer war, daneben stand der 23-jährige nicht einmal 48 Stunden nach dem Kraftakt vom Freitag nahezu die gesamten 40 Minuten auf dem Feld. Kuczmann sagte über den Matchwinner: "Er wollte am allermeisten das Spiel gegen Baunach vergessen machen, das waren natürlich zwei herausragende Auftritte von ihm, in einigen Aktionen überdreht er zwar manchmal, aber wenn am Ende das dabei rauskommt, ist alles erlaubt."

Auch Götz Twiehoff benötigte kaum Pausen, neben dem 30-jährigen Center fiel auch James Hulbin mit 22 Punkten immer wieder positiv auf, insgesamt war es nach den 93 Punkten gegen Rhöndorf das zweitbeste Offensivergebnis der Saison für die Leverkusener . "Ganz wichtig war, dass wir bis zum letzten Angriff voll in der Partie waren und nicht wie leider schon so oft in den letzten paar Minuten den Sieg noch aus der Hand gegeben haben", sagte Kuczmann voll des Lobes über seine Spieler.

Von denen gingen nicht wenige gegen Ende der Auswärtspartie merklich auf dem Zahnfleisch. Richard Kreklow hatte die Fahrt ins Frankenland wegen seiner Rückenprobleme aus dem Essen-Spiel gar nicht erst angetreten und fehlte in der gewohnten Rotation. Michael Kuczmann war der Doppelspieltag nach gerade erst überstandener Bronchitis nicht erst in der Schlussphase deutlich anzumerken, trotzdem biss er 22:30 Minuten auf die Zähne. Kurios verlief der Einsatz von Youngster Daniel Merkens: Von der Bank kommend steuerte der 19-jährige sofort zwei Dreier bei, holte sich direkt danach eine blutige Nase und wurde den Rest des Spiels vorsichtshalber geschont. "Ich denke das ist nichts Wildes, er kommt schnell zurück", gab Kuczmann aber sogleich Entwarnung.

Giants gegen Essen: Brandon (7), Camphor (31), Twiehoff (9), Legankovas (3), Kreklow, Heinzmann (7.), Zraychenko, Kuczmann (7), Merkens (6), Hulbin (7).

Giants in Nürnberg: Brandon (11), Camphor (29), Twiehoff (13), Legankovas (4), Heinzmann (2), Kuczmann (5), Merkens (6), Hulbin (22).

Quelle: RP
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