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Giants spielen gegen ihr Auswärts-Trauma

Lokalsport: Giants spielen gegen ihr Auswärts-Trauma
Der US-Amerikaner Kerry Carter war mit 26 Zählern gegen die Licher Basketbären der erfolgreichste Scorer der Giants. FOTO: UWE MISERIUS
Leverkusen. Nach der knappen Niederlage zum Auftakt gerät die Partie in Weißenhorn zur Standortbestimmung. Für den Basketball-Zweitligisten ergibt sich auch die Chance, die zuletzt katastrophale Bilanz in der Fremde zu verbessern. Von Sebastian Laule

Eine Mannschaft, die ganz oben mitspielen will, kann sich noch weniger als andere eine Niederlage am ersten Spieltag leisten - zumal, wenn sie zuhause spielt und der Favorit ist. Den Bayer Giants ist am vergangenen Samstag allerdings dennoch genau das passiert. Achim Kuczmanns Team unterlag zum Start in die 2. Basketball-Bundesliga (Pro B) den Licher Basketbären in der heimischen Ostermann-Arena 93:99. Dass die Niederlage sehr unglücklich und nach Verlängerung war, macht die Sache auch nicht besser.

Von einem Fehlstart nach der in der Vorbereitung allseits spürbaren Aufbruchstimmung in Team, Trainerstab und Umfeld will er erfahrene Übungsleiter nicht sprechen: "Wir haben gut gespielt und bis zum Schluss hat jeder, der auf dem Feld stand, super gekämpft. Das haben unsere Fans auch honoriert. Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir verloren haben, aber das war der erste Spieltag. Mit einem Sieg hätten wir uns auch nicht umgehend zum angehenden Meister ausgerufen."

Zusätzlichen Druck vor dem ersten Auswärtsauftritt bei den Weißenhorn Youngsters, die mit einem Sieg in Nördlingen besser aus den Startlöchern gekommen sind, lässt sich der Bayer-Coach nicht aufbürden: "Entscheidend ist doch, dass wir nicht nur gut in die Saison, sondern auch gut durch die Saison kommen. Wir wollen ganz klar in die Play-offs, aber das entscheidet sich nicht im ersten, nicht im zweiten und auch nicht im dritten Spiel. Trotzdem fahren wir natürlich dahin, um unser Punktekonto aufzubessern."

Zu Pro A-Zeiten waren die "Riesen vom Rhein" allerdings gerngesehene Gäste in der Fremde. Die Auswärtssiege aus den letzten drei Jahren lassen sich an einer Hand abzählen. Die eklatante Schwäche in Spielen auf fremden Boden war letztendlich auch ein ausschlaggebender Grund für den Abstieg in die Pro B. Jetzt, wo sich die Blicke nach oben richten, soll sich das ändern.

Der durchaus ordentliche Auftakt gegen Lich hat gezeigt, dass die Mannschaft einen Gegner dominieren kann - aber auch, dass den Giants eine Liga tiefer keine Schwächephasen verziehen werden. Ausgerechnet in den letzten Minuten bekamen die Riesen ein Konzentrations- und Konditionsproblem - auch, weil in Damon Smith und Götz Twiehoff in den letzten Minuten zwei Wechseloptionen fehlten. Bei Smith waren es die Fouls, die einen weiteres Mitwirken unmöglich machten. Twiehoff hingegen droht verletzungsbedingt (Kapselverletzung im Sprunggelenk) noch einige Spiele zu verpassen, befindet sich derzeit aber ohnehin auf einer USA-Reise. Kuczmann nimmt den Wegfall seines wichtigsten Innenspielers mit gemischten Gefühlen auf. Verletzungen von Leistungsträgern sind in Leverkusen keine Rarität. Bereits in der vergangenen Saison war das ein roter Faden, der sich durch den Verlauf der verkorksten Spielzeit zog. "Der Ausfall von Götz trifft uns natürlich hart. Mit seiner Erfahrung und Qualität ist er nicht gleichwertig zu ersetzen, aber anders als letzte Saison haben wir personell viel mehr Alternativen, um das wegzustecken. Die Jungs haben das bereits letzte Woche gut kompensiert und sie werden es auch in Weißenhorn tun", gibt sich der Headcoach optimistisch.

Quelle: RP
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