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Lokalsport
Giants stehen vor der nächsten Zitterpartie

Leverkusen. Für die Basketballer geht es gegen die BG Karlsruhe vor allem darum, die Serie aus drei Siegen auszubauen - wenn möglich, ohne Verlängerung. Von Sebastian Laule

Der Spätherbst läuft bislang wie gemalt für die Bayer Giants. Nach der ebenso knappen wie unnötigen 87:92-Niederlage in Rhöndorf hatte Headcoach Achim Kuczmann von seiner Mannschaft den Beginn einer Serie gefordert, um den Anschluss an die oberen Tabellenregionen nicht frühzeitig aus den Augen zu verlieren. Drei Spieltage und sechs Punkte später stehen die Riesen vom Rhein auf Platz vier.

"Das war gut für die Tabelle und gut für unser Selbstvertrauen", fasst der Giants-Coach die letzten Wochen zusammen. Genauso betont er aber, dass es nicht bei einem Zwischenhoch bleiben soll. Heute in der Ostermann-Arena (19.30 Uhr) empfängt Bayer die BG Karlsruhe.

Die Fächerstadt ist derzeit eine Hochburg der zweiten Liga. Die PS Lions stehen nach acht Spieltagen mit nur einer Niederlage überraschend an der Spitze - und der Stadtrivale BG konnte nach dem Fehlstart zuletzt fünfmal in Folge gewinnen. In der Rundsporthalle treffen daher zwei formstarke Kontrahenten aufeinander, das sieht auch Kuczmann ähnlich: "Karlsruhe wird ein Spiel auf Augenhöhe. Für uns ist das natürlich ein ganz wichtiges Spiel, um einen Verfolger auf Distanz zu halten und selber noch weiter oben heranzurücken."

Die Wahrscheinlichkeit, dass es dabei wieder auf eine Art Foto-Finish im letzten Viertel hinausläuft, ist groß. Die Giants scheinen in dieser Saison möglichst enge Ausgänge und das Zittern ihrer Fans bis zum Schluss zu einer Art Kunstform erheben zu wollen. "Ich würde mir wünschen, dass wir etwas souveräner auftreten. Andererseits wächst die Mannschaft an den engen Spielen, das haben Leipzig und Nördlingen gezeigt", meint Kuczmann.

Genauso weiß er aber auch, dass seine Mannschaft das Glück nicht überstrapazieren sollte. Beide Siege entsprangen vor allem der eigenen Willensstärke anstatt spielerischer Überlegenheit. Das ist mit Sicherheit kein unwichtiger Charakterzug, gegen qualitativ ähnlich gut besetzte Gegner, aber gewiss zu wenig. Gegen die Sachsen reichte die individuelle Klasse - und bei den Bayern vier starke Minuten im letzten Viertel. Die Erfolge gegen Würzburg, die Uni-Riesen Leipzig und Nördlingen waren bei allem berechtigen Lob Pflichtsiege. Ein überzeugender Erfolg gegen den Tabellenfünften heute könnte die Konkurrenz auf anderem Wege wieder das Fürchten vor den Leverkusener Aufstiegs-Ambitionen lehren. Die leichten Misstöne in der Vorbereitung unter der Woche passten daher gar nicht in Kuczmanns Konzept. Nur einmal konnten die Riesen wegen diverser anderer Veranstaltungen in der Rundsporthalle trainieren und mussten daher in die Grünewald-Halle ausweichen. "Das ist sicher nicht optimal, aber es hilft nichts zu jammern", sagt der Giants-Coach, der dafür immerhin an allen Tagen die gesamte spielende Belegschaft an Bord hatte - auch Marian Dahlem, der allerdings an diesem Wochenende noch geschont wird.

Quelle: RP
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