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Lokalsport
Giants und Fast-Break siegen, Opladen schwächelt

Leverkusen. Philipp Pfeifer brauchte einige Zeit, um sich aus der Jubeltraube zu befreien. Der 18-jährige Point Guard der Bayer-Giants-Reserve wurde ausgiebig gefeiert. Beim 81:79 (41:43)-Sieg gegen Spitzenreiter BG Aachen avancierte er Sekundenbruchteile vor dem Spielende zum Matchwinner.

"Ich habe der Mannschaft immer zugetraut, eines der Topteams zu schlagen", meinte Coach Jaques Schneider. "Das war eine Riesenleistung. Wir hatten am Ende auch Glück, aber das haben wir uns zuvor verdient." Sein Plan für den letzten Angriff sah eigentlich ganz anders aus. Beim Stand von 79:79 nahm der Trainer die letzte Auszeit bei eigenem Ballbesitz und noch 14 Sekunden auf der Uhr. Der vermeintlich letzte Angriff landete nach einem Klärungsversuch im Aus - bei noch 0,7 Sekunden Spielzeit.

Pfeifer hatten die Gäste offenbar nicht auf der Rechnung. Er stand plötzlich völlig frei unter dem Korb - und traf nach kurzem Einwurf mit zum Sieg. "Das war eine starke Aktion, aber dieser Sieg gehört allen Spielern", betonte Schneider. "Fast alle haben getroffen." Das zeige, wie ausgeglichen das Team sei. Nicht nur in der starken Anfangsphase (16:5) überzeugte der Oberligist einmal mehr als Kollektiv. Nach einer kurzen Schwächephase im zweiten Viertel lagen die Giants die komplette zweite Halbzeit vorne. Erst im Schlussabschnitt ließ die Kraft nach, so dass Aachen kurz vor Ende ausgleichen konnte - bis Pfeifer frei unter dem Korb stand.

Giants: Bayer (3), Merkens (14), Queck (4), Finsinger (3), Dikmen (3), Heimerzheim (14), Gnad (6), Pleuger (6), Nick (14), Pfeifer (13), Malz.

Viel Lob gab es nach der Partie des TuS 82 Opladen in Herzogenrath nicht zu verteilen - im Gegenteil: Das 56:71 (33:34) beim Tabellendritten gehörte sicherlich zu den schwächeren Auftritten in dieser Saison. In der Offensive brachten die 82er vor allem in der zweiten Halbzeit wenig zustande.

Defensiv agierte der Tabellenachte zumindest 35 Minuten ordentlich. Dann leistete sich Opladen beim Stand von 47:58 vorne zwei Ballverluste und gleich darauf jeweils schnelle Gegentreffer. Danach verlor das Team komplett den Faden. Lichtblicke waren der erneut starke Adel Khawatmi und die verbesserte Freiwurfquote.

TuS 82: Schallenberg (2), Neuendank (2), Lohmar (3), Landgraf (4), Anders (7), Khawatmi (10), von Heereman (11), Bündgens (17), Bender, Bach, von Helldorff.

Besser lief der 16. Spieltag für Fast-Break Leverkusen. Die Steinbüchler besiegten den Tabellennachbarn aus Hürth mit 104:88 und festigen damit drei Punkte hinter den Giants den sechsten Tabellenplatz.

(sl)
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