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Lokalsport
Giants unterliegen nach Extraschicht

Leverkusen. Erneut musste der Basketball-Zweitligist in die Verlängerung. Headcoach Achim Kuczmann haderte nach 87:92-Niederlage gegen Rhöndorf mit den Schiedsrichtern. Von Sebastian Laule

Manchmal reicht ein einziger Blick auf die Statistik, um das Ergebnis eines Spiels erklären zu können. Die Partie zwischen den Bayer Giants und Rhöndorf gehört dazu. Die "Riesen vom Rhein" unterlagen den Dragons nach Verlängerung 87:92 (79:79, 36:39). Es war im fünften Saisonspiel bereits die dritte Overtime. Selten hat der Satz "Das Spiel wurde an der Freiwurflinie entschieden" besser gepasst, als nun in der Halle Am Menzenberg.

Nicht nur, weil Rhöndorfs Patrick Reusch mit seinen beiden verwandelten Versuchen den Endstand besorgte, sondern auch, weil die Gastgeber davor schon 40 Punkte von der Linie gemacht hatten. Die Giants bekamen 37 Fouls gepfiffen, der Gegner nicht mal halb so viele (17). Headoach Achim Kuczmann sah bei der ungleichen Verteilung der Strafen den Hauptgrund für die Pleite: "Es war ein sehr intensives und aggressives Spiel von beiden Teams. Es bringt nichts, danach irgendjemanden anzuklagen, aber wenn der Gegner 55 Freiwürfe bekommt und wir nur 17, steckt man das eben nicht so leicht weg. Die insgesamt 30 Punkte Differenz daraus waren letztlich spielentscheidend."

Allein von den 13 Zählern in der Verlängerung fielen neun durch Freiwürfe. Der Coach suchte die Schuld aber auch bei seinen Spielern. 24 Ballverluste seien "eigentlich genug für zwei Spiele", betonte Kuczmann. Besonders bitter waren die letzten drei binnen einer Minute beim Stand von 85:88. Allerdings sei ein Teil der Verlängerung auch immer Glückssache, sagte der 62-jährige. "Gegen Elchingen sind wir besser aus den Löchern gekommen. Diesmal hat der Gegner seine ersten beiden Würfe getroffen - und wir mussten hinterherlaufen. Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht - nur das Ergebnis stimmt nicht."

Das hätte seine Mannschaft allerdings leicht in der regulären Spielzeit zu ihren Gunsten ändern können. Nach holprigem Start führten die Riesen dank einer klaren Leistungssteigerung nach der Pause bis zur 35. Minute mit zehn Punkten (77:67). Danach funktionierte aber nichts mehr. Bayer spielte nur vier Angriffe bis zum Ende und setzte dabei viermal erfolglos auf Würfe aus der Distanz. Brandon Nazione rettete sein Team fünf Sekunden vor Schluss gerade so in die Overtime - auch wenn das die dritte Saisonniederlage nur hinauszögerte.

In dieser Phase war auch das Fehlen von Tim Schönborn zu bemerken. Der 25-Jährige zeigte bei seiner Rückkehr an den Drachenfels eine starke Partie (12 Punkte, 9 Rebounds), verletzte sich aber Ende des dritten Viertels am Knie. Die genaue Diagnose steht noch aus. Kuczmann: "Das hat uns richtig weh getan, Tim war bis dahin richtig gut im Spiel. Bis Dienstag werden wir wissen, ob und wie lange er ausfällt."

Giants: Carter (31), Nazione (21), Smith (3), Twiehoff (7), Linßen (2), Schönborn (12), Kuczmann (2), Blessig (9), Legankovas, Merkens.

Quelle: RP
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