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Lokalsport
Giants wollen endlich wieder etwas Zählbares

Leverkusen. Am Sonntag ist ein Sieg gegen Nürnberg Pflicht, um den Anschluss zum rettenden Ufer nicht zu verlieren.

So ganz sicher sind sie sich in Leverkusen noch nicht, wie das Spiel bei Science City Jena einzuordnen ist. Gegen den Tabellenführer lieferten die Bayer Giants ihre mit Abstand beste Saisonleistung ab - zumindest bis zur 36. Minute. Danach gelang es den favorisierten Thüringern doch noch, die Partie zu drehen. Möglich, dass der Primus die abstiegsgefährdeten Gäste gerade in der ersten Halbzeit unterschätzte. Ebenso, dass der Auftritt der Riesen in der Festung Sparkassen-Arena ein Ausrutscher nach oben war.

Der vergangene Spieltag hat allerdings auch gezeigt, was die Giants zu leisten im Stande sind und hat damit für Außenstehende die Frage aufgeworfen, warum der Großteil der übrigen Darbietungen - nicht nur wegen der Zahlen - so negativ ausfiel.

Dass die Spiele gegen das ProA-Spitzenduo Vechta und Jena verloren wurden, ist verkraftbar. Dass der Rückstand zum rettenden Ufer nun aber schon vier Punkte beträgt, ist dagegen schon gefährlicher, auch wenn sich Achim Kuczmann zumindest nach außen davon nicht schrecken lässt: "Ich schaue sicher nicht 24 Stunden am Tag auf die Tabelle. Wir wissen schließlich alle, wie die Situation für uns aussieht."

Wichtig, erklärte der Coach weiter, seien natürlich Erfolgserlebnisse, nicht nur moralische wie in Jena, sondern mit Punkten. Davon hatte seine Mannschaft in dieser Spielzeit aber bislang erst drei und damit mindestens zwei weniger als die nächsten Konkurrenten aus Hanau, Essen und Nürnberg.

Letztere sind am Sonntag (Smidt-Arena, 16 Uhr) nächster Gegner. Um den Anschluss zu halten, wäre ein Sieg eigentlich Pflicht, auch wenn es diese Spiele für Achim Kuczmann nicht gibt: "Klar ist das ein ganz wichtiges Spiel, aber auch wenn Nürnberg mit uns unten steht, wird das für uns nicht im Geringsten einfacher als die Aufgabe in Jena."

Gute Nachrichten gibt es in Sachen Personalplanung. Als Ersatz für den in die USA zurückgekehrten Timmy Knipp präsentierten die Riesen dessen 23-jährigen Landsmann Roderick Camphor. Der 1,91 Meter große Combo-Guard wechselt vom litauischen Erstligisten Nevezis Kedainiai nach Leverkusen und erhält einen Vertrag bis zum Saisonende. Sein neuer Trainer erhofft sich Belebung im Angriffsspiel: "Er wird uns als Scorer enorm weiterhelfen und dank seiner Variabilität für Entlastung im Aufbauspiel sorgen. In Litauen hat er wichtige Europaerfahrung sammeln dürfen und konnte in einer sehr guten Liga überzeugen." Ob der letztjährige Topscorer seines alten Teams (12,4 Punkte, 3,3 Rebounds und 3,2 Assists) gegen die Franken spielberechtigt ist, steht noch nicht fest. Bei der Rückkehr von Anton Zraychenko ist Kuczmann vorsichtig optimistisch.

(sl)
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