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Lokalsport
Harmlose Elfen unterliegen Dortmund überraschend klar

Leverkusen. Das hatten sich Bayers Handballerinnen vollkommen anders vorgestellt: Nur eine Halbzeit hielten sie das Nachbarschaftsduell bei Borussia Dortmund offen und verloren das Duell des Tabellensiebten beim Achten überraschend deutlich mit 19:26 (10:12). Mit diesem Erfolg im direkten Aufeinandertreffen zogen die Schwarz-Gelben zum Abschluss der Hinrunde an den Elfen vorbei. Von Tobias Krell

"Der Sieg für Dortmund geht komplett in Ordnung. Wir waren viel zu harmlos", ärgerte sich Trainerin Renate Wolf über den schwachen Auftritt ihres Teams. Bereits vor dem Seitenwechsel lief es nicht wirklich rund. Nach dem 4:7 kamen die Leverkusenerinnen allerdings wieder heran und befanden sich zum Halbzeitpfiff beim Stand von 10:12 zumindest in Schlagdistanz .

Das sollte sich allerdings im zweiten Durchgang dramatisch ändern. Und hier zeigte sich dann erneut, dass die Problemzone der talentierten Rheinländerinnen viel zu oft der Angriff ist. Bis Wolf in der 46. Minute genug gesehen hatte und ihr Team mit einer Auszeit wachrütteln wollte, waren den Elfen in mehr als 15 Minuten der zweiten Hälfte nur klägliche vier Treffer gelungen.

Viel besser lief es allerdings auch nach der eindringlichen Besprechung nicht. Fünf Tore in 14 Restminuten sind eines Teams mit Europapokalambitionen nicht würdig. Gleichzeitig lief es fortan auch defensiv nicht mehr so solide wie zuvor, weil die Bayer-Verteidigung Mühe mit Dortmunds Umstellung auf eine siebte Feldspielerin hatte.

Besonders bitter: Die Leverkusenerinnen konnte nicht einmal davon profitieren, dass der BVB auf Ex-Elfe Clara Woltering verzichten musste. Denn an ihrer Stelle zeigte Ersatz-Keeperin Annamaria Ferenczi eine famose Leistung - allerdings mit großzügiger Unterstützung des harmlosen Elfen-Angriffs. "Wir haben sie heute regelrecht warmgeschossen", haderte Chef-Elfe Renate Wolf.

Es war teilweise zum Haareraufen, was die Leverkusener Trainerin mitansehen musste. Als die Elfen etwa in der Schlussphase nach Zeitstrafen gegen die Dortmunderinnen Saskia Weisheitel und Alina Grijseels die Partie noch einmal spannend hätten machen können, nutzten sie diese doppelte Überzahl nicht. Kein Tor Bayer, ein Tor Dortmund lautete die bittere Bilanz der nominellen Vorteilssituation.

Elfen Kramarczyk, Zec, Fehr - Jurgutyte (1), Seidel, Braun, Zschocke (2), Potocki (4/2), Bruggeman (1), Karolius (3), Gedroit (1), Berndt (2), Jochin, Berger (3), van de Wiel (1), E. Rode.

Quelle: RP
 
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