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Lokalsport
Heimspiel in fremder Halle - Elfen bestreiten Pokalduell in Dormagen

Leverkusen. Im DHB-Pokal treffen die Handballerinnen des TSV Bayer morgen im Sportcenter Dormagen auf Tabellenführer TuS Metzingen. Von Tobias Krell

Auf diesen Leckerbissen freuen sich die Handballfreunde im Linksrheinischen bereits. Im Sportcenter des TSV Bayer Dormagen bestreiten die Handballerinnen von Bayer 04 morgen ihr DHB-Pokalspiel gegen den aktuellen Spitzenreiter TuS Metzingen (morgen, 19 Uhr). Pragmatisch, wie sie ungewohnte Rahmenbedingungen begegnet, beschwert sich Elfen-Chefin Renate Wolf nicht groß über das Heimspiel auf der anderen Rheinseite. Vielmehr will sie aus der Not eine Tugend machen. "Das ist eine gute Gelegenheit, um neue Zuschauer für uns und den Frauenhandball zu gewinnen. Vielleicht kommt der eine oder andere dann auch mal nach Leverkusen zu unseren Spielen", spekuliert die Trainermanagerin.

Gute Erfahrungen hat sie diesbezüglich mit den Europapokalspielen im Umland gemacht. Weil die EHF zwar Hin- und Rückspiel in Deutschland erlaubt, aber nicht in ein und derselben Halle, sind die Elfen zum nominellen Auswärtsspiel auch schon mal anderswo angetreten. Und tatsächlich haben sie etwa in der Buschenburg von Kooperationspartner TV Beyeröhde einige neue Elfen-Freunde gewonnen, die nun regelmäßig aus Wuppertal in die Smidt-Arena fahren.

Bessere Chancen bei dieser ungewöhnlichen Form der Fan-Werbung dürften die Elfen sich ganz sicher dann ausrechnen, wenn ihnen gegen Metzingen ein Sieg gelingt. Doch das wird alles andere als einfach. Der Gegner ist richtig gut drauf, hat in der noch jungen Spielzeit unter anderem in Buxtehude gewonnen und unlängst mit einem Remis in Leipzig die Tabellenführung behauptet. Den Elfen dagegen steckt die vor allem in dieser Deutlichkeit unerwartete Pleite in Buxtehude in den Knochen. Wiederholung unerwünscht!

"Mit einer solchen Leistung würde es für uns gegen Metzingen ein richtig böses Erwachen geben", orakelt Wolf - gleichwohl erfüllt von der Hoffnung, dass es dazu nicht kommt. Die Trainerin wird morgen gleichsam auch Opfer ihrer guten Arbeit mit Talenten. Denn mit Anna "Lumpi" Loerper (2003 bis 2011 bei Bayer) und Marlene Zapf (2009 bis 2014) stehen im Metzinger Kader gleich zwei Spielerinnen, die unter Wolf vom Talent zur Nationalspielerin gereift sind. Bayer setzt die nächste Generation von Schützlingen der erfolgreichen Übungsleiterin dagegen. Die beiden Nationalspielerinnen Kim Naidzinavicius und Jennifer Rode geben Anlass zur Hoffnung, waren sie doch bei der Niederlage in Buxtehude die einzigen neben den Torfrauen, die eine ordentliche Leistung zeigten und so der Wolfschen Kollektivschelte entgingen.

Damit es in Dormagen tatsächlich klappen kann mit dem Überraschungssieg gegen Metzingen als Bewerbung um neue Zuschauer, müssten allerdings weit mehr als nur vier Elfen ihr Potenzial abrufen.

Quelle: RP
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