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Lokalsport
Heinzmann - von der Landesliga zum Profi

Leverkusen. Der 2,16 Meter große Center der Bayer Giants reist sportlich und menschlich eine Lücke im Verein.

Der sportliche Abstieg in die ProB macht sich für die Bayer Giants erstmals in der Personalplanung bemerkbar: Nach zwei Jahren wechselt Dennis Heinzmann zu den RheinStars Köln. In den vergangenen Wochen hatte es intensive Gespräche um die sportliche Zukunft des Centers gegeben, der Verein hätte seinen Publikumsliebling gerne gehalten. Der 25-Jährige sah auf der anderen Rheinseite indes die bessere sportliche Perspektive.

Zwar strebt sein alter Verein die schnellstmögliche Rückkehr in die zweite Liga an, doch die RheinStars verfolgen derweil noch ehrgeizigere Ziele. Nachdem der Aufsteiger die Playoffs diesmal knapp verpasst hatte, soll in der kommenden Saison der Angriff auf die vorderen Plätze erfolgen. Mittelfristig soll der Weg der Domstädter ohnehin ins Oberhaus führen. Für die Riesen ist Heinzmanns Abgang in vielerlei Hinsicht ein herber Verlust. Die Lücke nicht nur wegen seiner 2,16-Meter riesig. Dennoch zeigen die Verantwortlichen Verständnis: "Dennis möchte mit 25 Jahren seine Möglichkeiten suchen, Basketball-Vollprofi zu werden. Eine Mannschaft wie die RheinStars kann ihm auf diesem Weg die nötige sportliche Infrastruktur bieten, die wir leider in Gänze nicht erfüllen können. Er wird uns als Spieler und Mensch sehr fehlen", kommentierte sein Mentor Hansi Gnad den Wechsel.

Bayers Co-Trainer hatte den damals 23-Jährigen von den SW Baskets Wuppertal aus der Landesliga zum Zweitligisten gelotst. In seinem Premierenjahr war Heinzmann die Umstellung auf die ProA noch deutlich anzumerken. Die abgelaufene Saison endete durch den Abstieg zwar für Mannschaft und Verein höchst unbefriedigend, für Heinzmann persönlich geriet sie aber zum Erfolg. Den Status des Ergänzungsspielers ließ er früh hinter sich, auch weil Götz Twiehoff unterm Korb lange verletzt ausfiel. Insgesamt kam Heinzmann in 30 Spielen auf 7,5 Punkte und 7,7 Rebounds. Aufgrund seiner guten Leistungen wurde er gestern sogar für die A2-Nationalmannschaft des Deutschen Basketball-Bundes nominiert und zum Testspiel gegen Frankreich eingeladen.

Beim seinem Abschied schwang schon etwas Wehmut mit: "Die Giants haben mir in den zwei Jahren in der Pro A den Weg in den Leistungsbasketball geebnet. Ich konnte mich in Leverkusen als Spieler sehr gut entwickeln und freue mich, den nächsten Schritt anzugehen. Ich bin den Giants und den tollen Fans sehr dankbar und wünsche ihnen den schnellen Wiederaufstieg."

Für den Trainerstab gilt es nun, adäquaten Ersatz auf der Centerposition neben Twiehoff zu verpflichten. Neben dem Routinier haben bislang Daniel Merkens, Michael Kuczmann und Olegas Legankovas ihre Zusage für die neue Saison gegeben.

(sl)
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