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Lokalsport
Herkulesaufgabe und Chance zugleich

Leichlingen. Gegen den Tabellenführer VfL Fredenbeck erwartet LTV-Trainer Frank Lorenzet morgen das schwierigste Spiel der laufenden Saison. Kevin-Christopher Brüren steht nach seinem Wechsel inklusive Doppelspielrecht im Fokus. Von Moritz Löhr

Frank Lorenzet redet nicht lange um den heißen Brei herum. "Das wird wohl die bisher schwierigste Aufgabe der laufenden Saison", sagt der Trainer-Manager des Handball-Drittligisten Leichlinger TV. Das anstehende Heimspiel gegen den Tabellenführer VfL Fredenbeck (morgen, 19 Uhr, Smidt-Forum) wird ohne Zweifel eine Herkulesaufgabe, bringt zugleich aber große Chancen mit sich. Im Falle eines Sieges könnten die Leichlinger ein Ausrufezeichen setzen und am Spitzenreiter vorbeiziehen. "Wenn du oben mitspielen willst, musst du auch mal so ein Spiel gewinnen", sagt Lorenzet.

Die allgemeine Stimmung bei den "Pirates" ist vor der Partie sehr zuversichtlich. "Ich bin optimistisch, dass wir die Partie für uns entscheiden können", sagt auch Rückraumspieler Kevin-Christopher Brüren, der vergangene Woche in die zweite Bundesliga nach Dormagen wechselte, dem LTV aber per Zweitspielrecht in der Saison erhalten bleibt. Für den jungen Handballer ging bei seinem Zweitligadebüt "ein Traum" in Erfüllung. Dieses Wochenende wird ein Einsatz für Dormagen aber nicht möglich sein, denn die Spiele beider Vereine überschneiden sich. Brüren läuft in diesem Fall für den LTV auf - jetzt gegen Fredenbeck.

"Ich habe den großen Teil der Woche in Dormagen trainiert. Ich denke aber trotzdem, dass ich der Mannschaft auch mit den nur zwei vorbereitenden Einheiten in Leichlingen weiterhelfen kann", sagt Brüren. Für ihn selbst und auch für Coach Lorenzet gibt es sicherlich bekanntere Gesichter der Liga. Lorenzet hat den kommenden Gegner bei seinem guten Auftritt in Neuss (36:32) live verfolgt. Ansonsten analysierte er den Tabellenführer natürlich am Schreibtisch per Video.

"Die schweben aktuell auf einer Erfolgswelle, die Leistung in Neuss war schon beeindruckend", meint Lorenzet, "wenn wir keine Schwäche zeigen, haben wir aber eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen."

Dabei setzt der Coach auch auf die Unterstützung des Publikums, das jüngst gegen Neuss und Soest dem Team zur Seite stand. "Die Fans werden ein enormer Faktor sein", ist sich Lorenzet sicher und auch Brüren schlägt in die gleiche Kerbe: "Sie müssen uns tragen."

Verzichten muss Lorenzet lediglich auf Florian Goerigk, der sich einen Bänderriss zuzog und nach seiner bevorstehenden Operation zwei Monate ausfallen wird. Der Einsatz des grippegeschwächten Karol Zechmeister ist fraglich.

Quelle: RP
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