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Hockey-Damen des RTHC feiern Aufstieg

Lokalsport: Hockey-Damen des RTHC feiern Aufstieg
So sehen Sieger aus: Die Damen des RTHC präsentierten sich nach dem Triumph am Kurtekotten in Jubelpose. FOTO: RTHC
Leverkusen. Mit einem 2:1-Erfolg gegen Rot-Weiß Köln II gelingt den Damen des RTHC Leverkusen die Rückkehr in die Zweite Bundesliga. Dabei machte es der Regionalliga-Meister bis zum Schluss spannend. Ein Sonderlob gab es für Torhüterin Jule Hänel. Von Tobias Knüfermann

Es ist vollbracht: Die Damen des RTHC haben nach fünf Jahren die Rückkehr in die Zweite Hockey-Bundesliga perfekt gemacht. In einem Final-Krimi setzte sich der RTHC gestern auf eigener Anlage knapp mit 2:1 (0:0) gegen Rot-Weiß Köln II durch und liegt in der Endabrechnung nun einen Zähler vor dem Crefelder HTC, der sich gegen den HC Essen (3:1) keine Blöße gab. Nach dem Schlusspfiff gab es auf dem Kunstrasen am Kurtekotten kein Halten mehr: Wilde Tanzeinlagen und Jubelgesänge wechselten sich ab, während der Gast aus Köln artig Beifall klatschte. Mittendrin musste sich Trainer Volker Fried mehrfach vor Sektduschen retten. "Der Aufstieg ist mehr als verdient. Wir haben eine tolle Saison gespielt und auch rückblickend auf die letzten drei Jahre ist der Erfolg in hohem Maße gerechtfertigt", sagte der Coach. Auch Dana Wagner war überwältigt: "Das Gefühl ist unbeschreiblich gut. Die Entwicklung und die Ergebnisse in der Rückrunde machen den Aufstieg absolut verdient. 34 von möglichen 42 Punkten sind eine tolle Quote", sagte die Kapitänin.

Bis gefeiert werden durfte, war es aber ein hartes Stück Arbeit für den elften Saisonsieg und der damit erreichten Regionalliga-Meisterschaft. Vor ungewohnt großer Kulisse war den Gastgeberinnen der Druck anzumerken. Die verpassten Anläufe der vergangenen drei Jahre schwirrten gewiss in den Köpfen umher. Dass Köln 15 Minuten vor Schluss auch noch in Führung ging, machte den Druck nicht geringer. Doch die Leverkusenerinnen zeigten Moral. Anders als in den vergangenen Jahren hatte es der RTHC gestern verstanden, die Ruhe zu bewahren. Erst Torjägerin Serafina Pütz mit einer direkt verwandelten Strafecke und dann Ronja Mittmann nach einer Strafecken-Variante drehten das Spiel und brachten den Meister auf die Siegerstraße. Die sogenannten "kurzen Ecken" waren der Schlüssel zum Erfolg. Fried: "Wir haben in die Ecken sehr viel investiert. Das war nie unsere Lieblingsdisziplin, aber diesmal hat sich das Üben gelohnt."

Dass es in der Schlussphase noch einmal eng wurde, ging im Siegestaumel fast unter. "Wir haben die letzten Minuten wegen einer Strafzeit in Unterzahl spielen müssen. Da gab es noch einmal einige brenzlige Situationen. Daraus haben wir uns aber mit ein wenig Glück und einer überragenden Jule Hänel hinaus gerettet", sagte Fried.

Für den Meister steht nun eine dreiwöchige Pause an. Anfang September steht der Auftakt in die neue Spielzeit auf dem Plan. Gegner sind dann Eintracht Braunschweig, Klipper Hamburg, der Bremer HC, sowie die West-Teams BW Köln, Bonner THV und ETuF Essen. Aktuell sieht es so aus, als würde das Team mit dem kompletten Kader in die neue Saison gehen. "Ich gehe davon aus, dass wir zusammenbleiben und bin sicher, dass wir mit unserem Spirit und unserem Kampfgeist gute Chancen haben, die Liga zu halten. Drin bleiben ist aus meiner Sicht auch einfacher als aufzusteigen", sagt Spielführerin Wagner.

Quelle: RP
 
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