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Lokalsport
Hojas erfolgreiches Wiedersehen mit dem Ex-Klub

Leverkusen. Die Reise in den Norden Deutschlands war für Anna Hoja auch ein kleiner Abstecher in die Vergangenheit. Von 2014 bis 2015 sammelte die 24-Jährige beim VT Hamburg Erfahrung in der Volleyball-Bundesliga. Nun kehrte die Kapitänin des TSV Bayer 04 Leverkusen an ihre alte Wirkungsstätte zurück - und führte die Rheinländerinnen zu einem 3:1 (25:21/25:18/16:25/25:21)-Erfolg in der 2. Bundesliga-Nord. Von Tobias Brücker

Der Abstieg der Hamburgerinnen, die noch in der vergangenen Saison im Oberhaus spielten, habe sich lange angekündigt, sagt Hoja. Eine echte Beziehung zum Verein habe sie nie aufbauen können.

Das mag zum einen an der insgesamt doch kurzen Beschäftigung von nur einer Spielzeit gelegen haben, viel mehr aber überwog die norddeutsche Kühle der Verantwortlichen, wie Hoja es nennt. "In Leverkusen ist es herzlicher, persönlicher", betont sie. Abteilungsleiter Jürgen Rothe, Headcoach Zhong Yu Zhou und viele andere kümmerten sich um die Spielerinnen - das sei in Hamburg gänzlich anders gewesen.

So empfindet Leverkusens Antreiberin wenig Mitgefühl für den Kontrahenten. "In Hamburg läuft vieles nicht rund, es wurde schlecht gewirtschaftet", sagt Hoja. Nur eine Handvoll Personen aus Spielerinnen und Trainer wuchsen ihr während ihrer Zeit ans Herz. "Ich habe mich gefreut, sie wiederzusehen", erzählt sie. In einem sportlichen Wettkampf allerdings müssen Freundschaften bekanntlich zeitweise ruhen. Die Norddeutschen zeigten sich mit der schnellen Spielweise des TSV überfordert, konnten oftmals nur eine Spielerin zum Block stellen. "Taktisch und individuell waren wir überlegen", führt Hoja weiter aus.

Und das, obwohl die Anreise mehr als schleppend verlief. Zwar hätten alle mit Stau gerechnet, dass die Ankunft bei rund einer Stunde vor Spielbeginn lag, sei nach Zhou aber alles andere als optimal gewesen. Die drei Punkte jedoch entschädigen die Strapazen. In der Tabelle ist Oythe mit 17 Zählern zwar weiterhin obenauf - allerdings absolvierte der VfL bereits sieben Partien. Dahinter reihen sich Köln (16 Punkte aus sechs Spielen) und der TSV mit 15 Zählern ein, die Bayer in insgesamt fünf Matches sammelte.

Quelle: RP
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