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Lokalsport
Klosterhalfen enteilt der Konkurrenz und schafft neuen Rekord

Leverkusen. Neben dem deutschen U 20-Meistertitel hält die 19-Jährige TSV-Bayer-04-Läuferin nun auch die deutsche 800-Meter-Bestleistung. Von Markus Neukirch

Konstanze Klosterhalfen hat ihre überragende Form eindrucksvoll bei den deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften in Dortmund bestätigt: Die Athletin vom TSV Bayer 04 lief im Finale über die 800 Meter nach 2:03,37 Minuten über die Ziellinie und distanzierte nicht nur die Esingerin Alina Ammann um über vier Sekunden für auf Rang zwei, sie pulverisierte auch den 36 Jahre alten Deutschen Rekord, indem sie ihn um 23 Hundertstel unterbot.

Dabei war das Finale nur der Höhepunkt einer starken Vorstellung. Schon in im Vorlauf hatte sie mit 2:08,49 Minuten eine neue persönliche Hallen-Bestzeit gelaufen, ehe sie im Endlauf allen davon stürmte: 29,90 Sekunden für die ersten 200 Meter, 60,50 Sekunden für die ersten 400 Meter und 1:31,70 Minuten bei 600 Metern sprachen eine deutliche Sprache. "Das Rennen habe ich als Herausforderung gesehen und diese angenommen", erklärte die 19-Jährige.

Den Hallenländerkampf in Padova (Italien) wird sie am kommenden Wochenende auslassen, dafür startet sie bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig und wird dort über die 3.000 Meter an den Start gehen.

Diskuswerfer Fabian Frühholz wurde abgeschlagen Siebter bei der Jugend-DM mit 42,61 Metern, dafür gewann Bo Kanda Lita Baehre die Stabhochsprung-Konkurrenz mit 5,10 Metern für den Titel. Das gleiche Kunststück gelang Luisa Schaar mit übersprungen 4,05 Metern, obwohl es nach überstandenem Bänderriss erst ihr erster Wettkampf in diesem Jahr war. Sean Roth wurde Zehnter mit 4,55 Metern in der männlichen Konkurrenz, fünf Zentimeter weniger brachten Marc Andrea Jakobs den geteilten elften Rang.

Tabea Marie Kempe lief auf Platz vier im A-Finale über 400 Meter in 55,87 Sekunden. Einen weiteren Titel gab es für den TSV durch die 3x800-Meter-Staffel: Rebekka Ackers, Lena Klaassen und Carolin Walter liefen mit zehn Sekunden Vorsprung in 6:22,59 Minuten ins Ziel vor dem TV Wattenscheid. Die zweite TSV-Staffel mit Frederike Hogrebe, Lena Menzel und Fiona Kierdorf wurde in 6:35,79 Minuten Dritter. Hochspringer Stefan Tigler wurde deutscher Vizemeister nach übersprungen 2,09 Metern - drei Zentimeter fehlten ihm zum Titel.

Weitspringer Markus Rehm sorgte ebenfalls für viel Furore und gewann das Hallen-Meeting im schottischen Glasgow - wenn auch nur knapp. Im vierten Versuch gelangen dem Behindertensportler vom TSV Bayer 8,10 Meter und landete damit zwei Zentimeter vor dem Australier Fabrice Lapierre. Insgesamt gelangen Rehm darüber hinaus noch zwei weitere Acht-Meter-Sätze im Endkampf.

Durch die Leistung heizte Rehm erneut die Diskussion an, ob er bei Olympia in Rio an den Start gehen darf. Rehm brachte zum Ausdruck, dass er weiter auf Gespräche mit dem Leichtathletik-Weltverband IAAF hofft, bislang sei aber noch kein Signal aus Monaco bei ihm angekommen. Eine Twitter-Umfrage eines Leichtathletik-Fachblatts, ob Rehm bei Olympia oder den Paralympics teilnehmen sollte, sorgte für kein eindeutiges Ergebnis.

Beim Hallenmeeting in Chemnitz landete TSV-Bayer-Hochspringer Karim Lotfy mit 2,05 Metern auf Rang vier. Auch bei den Stabhochspringern lief es nicht optimal: Karsten Dilla landete höhengleich mit 5,50 Metern vor seinem Teamkollegen Tom Konrad auf Rang drei, Fünfter wurde Marvin Caspari mit übersprungenen 5,30 Metern.

TSV-Weitspringer Alyn Camara gewann die Weitsprung-Konkurrenz deutlich mit 7,76 Metern vor Lokalmatador Vincent Vogel (7,56 Meter), Benjamin Weßling wurde mit 7,09 Metern Siebter.

Quelle: RP
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