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Lokalsport
Kuczmann lobt nach dem Sieg das Kollektiv

Leverkusen. Noch 1:38 Minuten verbleibende Spielzeit standen auf der Uhr der kleinen, engen Hermann-Keßler-Halle, als die Bayer Giants bereits wie der sichere Sieger aussahen. Über drei Viertel suchte Achim Kuczmanns Team seinen Rhythmus und lag deshalb durchgängig mit vier bis sechs Zählern zurück, ehe den Leverkusenern ein 14:2-Lauf gelang. Damon Smiths Treffer aus dem Halbfeld nach schönem Zuspiel von Alex Blessig zum 76:68 hätte vermutlich so etwas wie die Vorentscheidung bedeutet, wenn der eben noch gefeierte Passgeber sich nicht kurz darauf ein unsportliches Foul geleistet hätte. Von Sebastian Laule

Nördlingens Bester an diesem Abend, Jacob Mampuya, nutzte die Freiwürfe und den anschließenden Ballbesitz für die Bayern noch einmal zu einer letzten Aufholjagd. Bayers gerade noch so zuverlässige Offense ließ sich tatsächlich beeindrucken und fiel nur noch durch Ballverluste und Fouls auf. Dennoch blieb es lediglich beim Versuch eines Aufbäumens der Gastgeber. Zum einen, weil es Nördlingen meist erfolglos mit der Brechstange von außen versuchte. Zum anderen, weil die Riesen mit Twiehoff (12) und Smith (13) in dieser Phase zwei Rebound-Maschinen in ihren Reihen hatten. Tim Schönborn machte schließlich mit der Schluss-Sirene den 78:72 (37:41)-Erfolg perfekt. Mit dem dritten Sieg in Serie stoßen die Giants auf Platz vier vor. Kuczmann ordnete das Ergebnis irgendwo zwischen Arbeitssieg und Willensleistung ein: "Im letzten Viertel hat sicher fast alles für uns gepasst, aber die Schlussphase hat den Spielern auch gezeigt, wohin es ein Team bringen kann, wenn es bis zum Ende zusammenhält."

Wie schon nach dem Erfolg gegen Leipzig, freute sich Kuczmann über den fortgeschrittenen Reifeprozess seiner Spieler: "Wir haben dreimal hintereinander gewonnen, und dreimal war zu sehen, dass wir auf alle bauen können. Selbst wenn ein oder zwei Spieler mal einen schlechten Tag erwischen, kann die Rotation das auffangen." Mit Kerry Carter und Brandon Nazione traf es bei den Schwaben ausgerechnet die beiden bislang besten Spieler der Saison. Carter, gerade erst von der 2. Bundesliga zum Spieler des Monats Oktober in der Pro B gekürt, hatte mit nur vier Treffern aus dem Feld das Wurfglück nicht gepachtet. Sein Landsmann (3 Punkte, 2 Rebounds), sonst immer die pure Effizienz, stand derweil vollkommen neben sich. Kuczmann dazu: "Das war nicht sein Tag. Viel wichtiger war, dass in den entscheidenden Augenblicken andere in die Bresche sprangen. Heute war es eben Götz Twiehoff. In den nächsten Wochen werden es vielleicht andere sein, die das Spiel für uns gewinnen."

Giants: Carter (12), Nazione (3), Smith (9), Twiehoff (17), Linßen (4), Legankovas (3), Schönborn (14), Kuczmann (7), Blessig (9), Merkens.

Quelle: RP
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