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Lokalsport
Kuczmann: "Wir dürfen nicht nachlassen"

Leverkusen. Der Giants-Trainer möchte mit seinem Team auch Tabellenführer Vechta Paroli bieten. Kreklow droht auszufallen. Von Sebastian Laule

Die Abstiegsgefahr ist und bleibt bei den Bayer Giants Dauerzustand. Daran ändern auch die beiden Siege am letzten Doppelspieltag gegen Essen und Nürnberg auf den ersten Blick nichts, verändert hat sich im Kampf um den Klassenerhalt dennoch einiges. "Essen hat sicherlich niemals damit gerechnet, dass wir in Nürnberg gewinnen. Deshalb bin ich neugierig, wie man dort auf die neue Ausgangslage reagiert", meint Achim Kuczmann.

Neu ist, dass seine Mannschaft nach dem ersten und einzigen Auswärtssieg dieser Saison nicht mehr auf einem Abstiegsplatz steht, sondern zwei Punkte davor. Wegen des negativen direkten Vergleiches sind die Konkurrenten im Grunde punktgleich, dennoch haben die Giants ihr sportliches Schicksal in den eigenen Händen. Das Restproramm der beiden Teams bietet wenig Aussagekraft. Essen hat es auf Papier leichter, die Kruppstädter reisen am Wochenende nach Chemnitz (Platz 7), am letzten Spieltag geht es zu Hause gegen zuletzt schwächelnde RheinStars (Platz 12).

Die Riesen dagegen haben es mit Vechta und ebenfalls Chemnitz deutlich schwerer, spielen aber beide Male in der Rundsporthalle, wo sie bereits Jena und Gotha - den beiden anderen Teams aus dem Top-Trio der ProA - große Schwierigkeiten bereiten konnten. Kuczmann: "Vechta ist mit Sicherheit das schwerste Spiel der Saison, aber mit unseren Zuschauern im Rücken ist alles möglich. Außerdem ist es zwei Spieltage vor Schluss in unserer Situation sowieso völlig egal, wie die Gegner heißen."

Morgen (19.30 Uhr, Smidt-Arena) geht es zunächst gegen den Tabellenführer (Hinspiel 57:78). Kämpferherz Ricky Kreklow droht auszufallen, der US-Boy leidet seit dem Spiel gegen Essen unter starken Rückenproblemen. Ob der 23-Jährige mitwirken kann, entscheidet sich erst heute oder morgen: "Natürlich ist er ein sehr wichtiger Teil unserer Rotation. Aber wenn es nicht reichen sollte, werden wir das auffangen, genau wie in den letzten beiden Spielen." Das lag vor allem an Rod Camphor. Bayers Topscorer kam am vergangenen Wochenende auf insgesamt 60 Punkte, auch gegen den Primus brauchen die Giants ihren Shooting Guard in Galaform. Michael Kuczmann hat die jüngste Doppelschicht zwar arg mitgenommen, doch der 25-Jährige kann spielen. Auch Daniel Merkens, der sich in den vergangenen Wochen als zuverlässiger Backup präsentierte, steht nach seinem Schlag auf die Nase wieder bereit.

Doch Kuczmann ist nicht nur wegen den Personalien zuversichtlich: "Die Mannschaft hat dem Druck jetzt zweimal auf beeindruckende Weise standgehalten, aber auch jetzt dürfen wir kein bisschen nachlassen, sondern müssen eigentlich noch draufpacken. Aber jeder bei uns kann spüren, dass die Jungs dazu voll bereit sind."

Quelle: RP
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