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Künzel rettet Schlebusch einen Punkt

Lokalsport: Künzel rettet Schlebusch einen Punkt
Die FCL-Spieler Chrisovalantis Tsaprantzis (am Ball), Erkan Öztürk (Nr. 10) und Schlebuschs Dominik Dohmen (rechts) lieferten sich viele Zweikämpfe im Bezirksliga-Derby. Sven Wilk (links) und Alexandros Leontaridis schauen zu. FOTO: Miserius
Leverkusen. Beim 1:1 zwischen dem FC Leverkusen und dem SVS trifft der Joker wenige Minuten vor dem Ende. Das Bezirksliga-Derby bot auf dem schweren Geläuf am Birkenberg nur wenige spielerische Highlights, dafür aber viele Zweikämpfe, Von Markus Neukirch

Sascha Künzel hat sich mit einer einzigen Aktion zum ersten Derbyhelden der Fußball-Bezirksligasaison geschossen. Der Joker des SV Schlebusch traf in der 86. Minute zum 1:1-Endstand beim FC Leverkusen. Einen langen Abschlag von Dennis Hill verwertete der Neuzugang vom SV Bergfried gekonnt mit einem Volleyschuss aus der Drehung in die lange Ecke.

"Wenn man nur von den Torchancen spricht, dann ist das Resultat schon glücklich, aber durchaus verdient. Meine Jungs haben toll gekämpft", befand Schlebuschs Coach Stefan Müller. Sein Gegenüber Udo Dornhaus war ob des doppelten Punktverlustes unzufrieden. "Wir müssen uns da cleverer in der Schlussphase anstellen, aber haben zu überhastet agiert", fand er. Dass sein Team in Führung gehen konnte, war nicht einer spielerischen Aktion geschuldet, sondern einer der vielen Zufallsaktionen auf dem holprigen Aschenplatz am Birkenberg - das Kreisliga-D-Derby zwischen dem FC Opladen und Hellas Leverkusen (4:0) hatte zuvor viele Unebenheiten geschaffen. Erkan Öztürk hatte sich den Ball eigentlich zu weit vorgelegt, Marvin Mayer aber mit langem Bein Öztürk getroffen, und der ansonsten oft unsichere Schiedsrichter gab den Strafstoß (60.), den der Kapitän des FCL, Chrisovalantis Tsaprantzis, souverän verwandelt hatte.

Ansonsten gab es im Derby, das viel aus Kampf und Reklamieren bestand, nur wenige gute Torchancen. Die erste für den FCL besaß Öztürk, der in der 3. Minute Dennis Hill prüfte, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf zudem Aristote Mambasa Masudi nur den Pfosten. Auf Schlebuscher Seite verzog Sven Wilk aus spitzem Winkel volley (26.), und der starke Dominik Dohmen wurde im letzten Moment geblockt (37.).

Auch im zweiten Durchgang waren Chancen Mangelware, auch wenn der FCL auf die Führung drückte. Tim Kuhn (56.) wurde aber entscheidend gestört, Burak Gencal schoss aus 20 Metern deutlich drüber (70.), und Mambasa Masudi brachte aus fünf Metern den Ball nicht aufs Tor (76.). "Wenn wir das zweite Tor machen, dann gewinnen wir das auch", sagte Dornhaus. Müller war derweil froh, dass seine taktische Änderung mit gleich fünf Neulingen in der Startelf aufging. "David Gsella und ich haben uns viele Gedanken gemacht, und das scheint richtig gewesen zu sein", sagte Müller, der eine Partie "der langen Bälle" verfolgen musste. Die räumten Ramon Weistroffer aufseiten des SVS und Etienne Fanga-Essindi aber mit jeweils gefühlt 30 gewonnen Kopfballduellen ab.

Quelle: RP
 
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