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Lokalsport
Kunel: "Ein Sieg ist doppelt Pflicht"

Leverkusen. Basketball: Die BBZ-Trainerin gibt gegen Braunschweig die Marschrichtung vor.

Zahlen sprechen nicht immer die Wahrheit, oder im Fall von BBZ Opladen zumindest nicht die einzige. Rein statistisch betrachtet hat Birgit Kunels Team in der zweiten Basketball-Bundesliga einen mittelschweren Fehlstart hingelegt: Von drei Spielen verloren sie zwei - und beide gegen potenzielle Mitbewerber um die Plätze in der K.o.-Runde. Auf der anderen Seite gewann das Team lediglich gegen den Letzten Barmen. Derzeit sind die Opladenerinnen Siebter, noch hinter dem Nachbarn und letztjährigen Beinahe-Absteiger Bensberg.

Andererseits sind eben auch erst drei Spieltage vorbei, BBZ musste bei beiden Pleiten auswärts ran. Und auch wenn die Resultate durchaus eine Hypothek darstellen, ist das nichts, was sich daheim in der Rückserie nicht auch wieder gerade rücken ließe. Zudem wäre mit etwas mehr Cleverness und Geschick vor allem am Sonntag gegen Bundesliga-Absteiger Osnabrück auch jetzt schon doppelt gepunktet worden, nur versäumte es der Vorjahresfünfte, sich für eine über weite Teile hervorragende Leistung zu belohnen. "Die Mannschaft hat sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison sehr positiv entwickelt. Wir sind sicher noch längst nicht am Ende angekommen", meint Kunel. "Wenn wir auf diesem Level weiter arbeiten, können wir es auch mit jedem aufnehmen." Vor allem der Wille, sich bei einem scheinbar aussichtslosen Spielstand gegen einen überlegenen Gegner noch einmal zurückzukämpfen, imponierte.

Morgen (16.30 Uhr) wartet in der Heisenberg-Halle zumindest auf dem Papier ein deutlich leichteres Kaliber. Die Eintracht aus Braunschweig steht gemeinsam mit Barmen punktlos am Tabellenende, in der Vorbereitung beim Ostermann-Cup gab es einen klaren BBZ-Erfolg. Entsprechend ist das Anforderungsprofil der Trainerin: "Ich will sowieso jedes Heimspiel gewinnen, aber diesmal ist ein Sieg doppelt Pflicht."

Agiert die Offensive ähnlich effektiv wie zuletzt die Verteidigung, wird das auch gelingen. Bei allem berechtigten Selbstvertrauen warnt Kunel aber vor Überheblichkeit, denn die Niedersachsen haben sich als Reaktion auf den verpatzten Start nochmals verstärkt.

Mit der US-Centerin Alayshia Hunter sollen die Probleme unter den Körben behoben werden, daneben ist auch deren Landsfrau Felicia Barron im Aufbau immer gefährlich. "Der Spielplan verlangt uns früh sehr viel ab, aber das ist auch gut. Nur so kann man sich als Mannschaft weiterentwickeln. Wir wissen, was noch besser werden muss. Daran arbeiten wir, damit wir Braunschweig schlagen", sagt Kunel.

(sl)
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