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Lokalsport
Leichlinger Handballer bleiben diesmal cool

Leichlingen. Tim Hilger war sich sicher. "Das war keine Rote Karte. Die Entscheidung war definitiv falsch", sagte der Kapitän des Handball-Drittligisten Leichlinger TV nach Spielende noch etwas aufgeregt. Seine Mannschaft hatte wenige Minuten zuvor den dritten Sieg im dritten Heimspiel über die Zeit gebracht. Gegen den Aufsteiger Ahlener SG setzten sich die "Pirates" 37:34 (18:15) durch. Von Moritz Löhr

Die zunächst recht unspektakuläre Partie erhielt im zweiten Abschnitt ihren Aufreger. Nach einem starken Solo eines Ahlener Spielers entschied das Schiedsrichtergespann Matthias Klinke und Sebastian Klinke auf Foul und schickte den Schuldigen Hilger direkt zum Duschen. "Ich treffe ihn, aber warum ich dafür runter musste, ist mir schleierhaft", meinte der Spielführer, dessen Feldverweis für die Leichlinger insgesamt ins Bild passte.

Neben der Roten Karte gegen Hilger, kassierte der LTV vier weitere Zwei-Minuten-Strafen sowie neun Siebenmeter gegen sich. Ahlen spielte insgesamt vier Minuten in Unterzahl und verursachte lediglich drei Siebenmeter - ein Ungleichgewicht, welches das Leichlinger Publikum während und nach dem Spiel zum Toben brachte. "Wenn das Publikum hier in Leichlingen so aus sich herauskommt, kann etwas nicht stimmen", stellte LTV-Trainer Frank Lorenzet nach dem Spiel schmunzelnd fest.

Unter dem Strich war der Coach aber vor allem froh, dass sein Team seinen Vorsprung letztlich ungefährdet über die Zeit brachte. Vier Tore am Stück, davon drei durch David Hansen, brachten den LTV schon nach wenigen Minuten nach vorn. Erst anschließend entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der die Gäste immer wieder am Ausgleich schnupperten, in den entscheidenden Momenten aber die falschen Entscheidungen trafen. Bis auf das zwischenzeitliche 26:24 (44.) lagen die "Pirates" immer mit drei oder mehr Treffern vorn.

"Diesmal sind wir cool geblieben", fand Hansen, der in der Deckung wie im Angriff mit zehn Treffern einen Sahnetag erwischte. Bei der jüngsten Niederlage gegen den TV Korschenbroich (30:31) hatte der Westdeutsche Meister noch einen komfortablen Vorsprung aus der Hand gegeben, nicht aber gegen die ASG. "Auch Ahlen hat sein Deckungssystem umgestellt, um uns das Leben schwer zu machen", sagte Hansen, "diesmal haben wir die entstehenden Räume aber gut genutzt und keine Gefahr aufkommen lassen."

Das noch leicht erzürnte Leichlinger Publikum war begeistert - und blickte zugleich nach vorn. Schon am Samstag (19 Uhr) kommt mit der GSV Eintracht Baunatal der nächste Gegner ins Smidt-Forum am Hammer.

Leichlinger TV: Vukas, Bungart - Schulz (9), Lange (1), Hilger (1), Hansen (10), Padeken, Barwitzki (2), Novickis (6), Lajnef (1), Kreckler (6/2), Zechmeister.

Quelle: RP
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