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Handball
Leichlinger TV: DHB-Pokal-Auslosung heute live im Fernsehen

Handball: Leichlinger TV: DHB-Pokal-Auslosung heute live im Fernsehen
FOTO: Miserius, Uwe (mise)
Leichlingen. Der Handball-Drittligist hat nur einen Wunsch: Er will attraktive Lose, um finanziell mit der ersten Runde keinen Verlust zu machen. Von Patrick Scherer

Um 12 Uhr wird Frank Lorenzet heute sein TV-Gerät einschalten und beim Sender Sport 1 verfolgen, wo er das Wochenende am 15./16. August mit seinem Leichlinger TV verbringen wird. "Für mich zählt nur die Wirtschaftlichkeit. Weiter kommst du sowieso nicht", sagt der Trainer-Manager des Handball-Drittligisten mit Blick auf die erste Runde im DHB-Pokal. Vorfreude klingt anders. Nach einer Reform des Wettbewerbs beginnt das Pokal-Jahr mit 16 Turnieren nach Final-4-Modus (Halbfinale und Finale) und dem direkten Einzug des jeweiligen Turniersiegers ins Achtelfinale. Die vier Lostöpfe sind geografisch jeweils in eine Nord- und eine Südhälfte unterteilt und orientieren sich dabei an den Platzierungen der abgelaufenen Spielzeit. Der LTV ist in der Südgruppe in Topf vier. Entscheidend wird sein, welcher Zweitligist den Leichlingern aus Topf zwei zugelost wird - denn dieser ist der Ausrichter des Mini-Turniers. Es kommen folgende Teams in Frage: ThSV Eisenach, TV Bittenfeld, DJK Rimpar, EHV Aue, HSC 2000 Coburg, TV Neuhausen oder HG Saarlouis. "Unsere Wunschlose sind leider nicht dabei", sagt Lorenzet: TuSEM Essen wurde der Nordgruppe zugeteilt und Bayer Dormagen verzichtet auf sein Heimrecht, da die Halle an diesem Wochenende belegt ist.

Als Manager will Lorenzet "keine Miesen" machen. Der Gewinn oder der Verlust des jeweiligen Turniers wird unter den vier Mannschaften aufgeteilt. "Wenn wir Coburg und die Rhein Neckar Löwen kriegen, ist die Halle immer voll und wir fahren vielleicht mit 10 000 Euro Gewinn nach Hause und können feiern", sagt Lorenzet. Ist der Erstligist aber relativ uninteressant und der Zweitligist hat selbst einen schlechten Zuschauerschnitt, kann auch schnell ein Minus entstehen. Der DHB zahlt zwar ein Fahrtgeld von einem Euro pro Kilometer, "aber das brauchen wir auch auf", erläutert Lorenzet und sagt: "Wenn es richtig blöd läuft, kommst du dann sogar ins Finale, musst noch eine Nacht Hotel bezahlen und kriegst vom Erstligisten am Sonntag die Hütte voll." Im Saisonetat gibt es beim LTV deshalb auch keinen Posten für den Pokal - die Kosten oder der Gewinn sind schlicht nicht kalkulierbar.

Als Trainer freut sich Lorenzet aber auf das Erlebnis, das auch den Mannschaftsgeist stärken soll. "Und wir bekommen einen guten Gegner in der Vorbereitung, den wir so sonst nicht bekommen würden", sagt Lorenzet, der in dieser Woche zudem einen weiteren Zugang präsentieren wird.

Quelle: RP
 
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