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Leichlinger TV kassiert lehrreiche Pleite

Lokalsport: Leichlinger TV kassiert lehrreiche Pleite
LTV-Routinier David Kreckler wird von zwei Krefeldern in die Zange genommen. Ihm gelangen gegen den Tabellenzweiten drei Tore. FOTO: Uwe Miserius
Leichlingen. Der Handball-Drittligist unterliegt der HSG Krefeld verdient mit 25:30. Nach einer guten ersten Halbzeit sorgen einfache Ballverluste, technische Fehler und zu viele Fehlwürfe für die dritte Saisonniederlage der "Pirates". Von Jim Decker

Als Trainer Frank Lorenzet zwei Minuten vor dem Abpfiff in die beinahe stille Halle schrie, war eine Portion Verzweiflung dabei. "Weiterkämpfen bis zum Ende!", forderte er. Doch weder seine Spieler noch die Zuschauer schienen auf den durch das Ostermann-Forum hallenden Ruf zu reagieren - kein Wunder, denn der Handball-Drittligist Leichlinger TV lag da bereits mit fünf Toren gegen die HSG Krefeld hinten. Das Endergebnis lautete 25:30 (15:14). "Die Niederlage war verdient. Ob sie hochverdient war, darüber kann man sich bestimmt streiten", sagte Lorenzet später, etwas milder gestimmt. Sein treffendes Fazit: "Zumindest haben wir uns so teuer wie möglich verkauft."

Tatsächlich brachten die Leichlinger am Samstagabend das Kunststück fertig, gleichzeitig völlig verdient zu verlieren, trotzdem aber das Gefühl zu hinterlassen, dass die Mannschaft zu mehr fähig ist und aktuell vor allem den eigenen Launen unterliegt. "Wir hatten heute zwei verschiedene Halbzeiten", resümierte Rückraumspieler Bastian Munkel. Die Niederlage war gleichsam schmerzhaft wie lehrreich, weil die "Pirates" ihren Gegner in den ersten 30 Minuten noch souverän im Griff hatten. "Da fand ich uns besser als das eine Tor, das auf der Anzeigetafel stand", sagte Munkel und hatte damit nicht unrecht.

Die Deckung stand da noch kompromisslos, doch vorne verhinderte vor allem eine schlampige Chancenverwertung eine höhere Führung. Linkshänder David Kreckler, in der Regel einer der sichersten Torschützen der Blütenstädter: "Wir haben einfach zu viele freie Bälle verschossen."

Diese Schwäche sollte sich nach der Halbzeit rächen. Einfache Ballverluste bestraften die in der Tabelle auf Platz zwei rangierenden Krefelder mit Vergnügen. Munkel: "Wir machen uns das Leben durch dumme, individuelle und technische Fehler schwer. Dann kommen wir nicht mehr rein und Krefeld ist dafür gut genug." Besondern ärgern dürften sich die Leichlinger über ihre eigenen Unzulänglichkeiten: In der zweiten Spielhälfte kassierte der LTV fünf Zeitstrafen. Allein Linksaußen Harald Feuchtmann flog zweimal innerhalb von fünf Minuten vom Platz. Zudem ging nur einer von fünf Siebenmetern ins Krefelder Tor. Dass sich die eigentlich erfahrenen LTV-Handballer von einer unsicheren Schiedsrichterlinie aus der Bahn bringen ließen, kommt dazu.

"Dann fängt die Meckerei wieder an, das zieht einen schon runter", gab Munkel zu. Routinier Kreckler brachte es auf dem Punkt: "Wir waren nicht schlechter. Aber vielleicht sind wir einfach noch nicht soweit, dann auch zu gewinnen."

LTV Stecken, Mundhenk - Novickis (6), Munkel (4), Menzlaff, Hertlein (3), Hansen (5), M. Schulz (2), Kreckler (3/1), Rachow, L. Schulz (1), Feuchtmann (1), Lange.

Quelle: RP
 
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