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Letztes Viertel wird zum Knackpunkt für die Giants

Lokalsport: Letztes Viertel wird zum Knackpunkt für die Giants
Auch die 16 Punkte des US-Amerikaners Brandon Nazione (am Ball) konnten die knappe Niederlage der Giants nicht verhindern. FOTO: UWE MISERIUS
Leverkusen. Eine 2:11-Negativserie in der Schlussphase zwingt die Leverkusener in die Verlängerung. Aus dieser ging Lich mit 99:93 als glücklicher Sieger hervor. Von Sebastian Laule

Die Spieler winkten tapfer in Richtung Fanblock, die Zuschauer spendeten ihrerseits aufmunternden Applaus - die Stimmung in der Smidt-Arena lag irgendwo zwischen Zuspruch und bitterer Enttäuschung. So hatten sich die Bayer Giants und ihre Anhänger die Heimpremiere nicht vorgestellt. "Das war ein hochemotionales Spiel. Da war heute alles dabei, nur leider hat das Ergebnis überhaupt nicht gestimmt", befand Headcoach Achim Kuczmann.

Sein Team hatte gerade mit 93:99 (46:40; 87:87) nach Verlängerung gegen die Licher BasketBären verloren. "Die Niederlage ist sehr unglücklich. Der Gegner war stark, aber wir hatten das Spiel bis auf ganz wenige Momente unter Kontrolle", meinte der Bayer-Coach. Die wenigen Momente, in denen das nicht so war, reichten den Gästen aus Mittelhessen allerdings, um beide Punkte aus der Rundsporthalle mitzunehmen.

Nach einem Dreier von Brandon Nazione lagen die Riesen in der 35. Minute 79:69 vorne, leisteten sich dann aber einen 2:11-Negativlauf. Kerry Carter gelang es mit seinen drei letzten Punkten zumindest, die Giants noch in die Verlängerung zu retten. Dort erwischte Bayer, das kurzfristig ohne Götz Twiehoff auskommen musste (Kapselverletzung im Sprunggelenk), durch zwei Freiwürfe und einen spektakulären Dunk von Nazione den besseren Start. Das Momentum blieb allerdings aufseiten der Gäste - vor allem dank des beeindruckenden Auftritts von Karriem Simmons, der insgesamt 34 Punkte erzielte. Die entscheidende Szene kam dann 20 Sekunden vor Schluss, als Olegas Legankovas gegen Lichs Marian Schick ein vermeintliches unsportliches Foul kassierte. Kuczmann dazu: "Diese Entscheidung war schon etwas fragwürdig, aber wenn es mal nicht läuft, muss eben immer alles zusammenkommen."

Schick traf beide Würfe und Simmons machte aus dem anschließenden Ballbesitz ein Vier-Punkte-Spiel für die Gäste. Die Partie war gelaufen. Kuczmann: "Verlängerung ist immer Glückssache. Bei einigen war der Akku leer. Wegen Götz' Verletzung und den fünf Fouls von Damon Smith konnten wir auch weniger wechseln, aber wir hatten vorher die Chance, das Duell für uns zu entscheiden."

Damit spielte der Giants-Coach vor allem auf das letzte Viertel an, in dem sein Team teilweise freistehend unterm Korb trotz Rebound und zweiter Chance den Ball nicht ins Ziel brachte. Zeit, dem verpatzten Start nachzutrauern, nimmt er sich aber wie gewohnt nicht: "Mit der Leistung bin ich total zufrieden, solche Spiele werden über Kleinigkeiten und Glück entschieden. Beides war heute nicht auf unserer Seite, aber es wird auch Spiele geben, in denen das andersherum läuft."

Giants: Carter (26), Nazione (16), Smith (6), Linssen (4), Legankovas (9), Schönborn (12), Kuczmann (15), Blessig (5), Dahlem, Heimerzheim.

Quelle: RP
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