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Lokalsport
Lorenzet warnt: Ratingen wird kein Selbstläufer

Leichlingen. Es fehlte nicht viel zum perfekten Saisonstart. Nachdem der Westdeutsche Handballmeister Leichlinger TV zum Auftakt die SG Langenfeld mit einer Spitzenleistung aus der Halle gefegt hatte (39:28), lief auch im zweiten Spiel bei der SG Schalksmühle-Halver alles bestens - zumindest bis zur 40. Minute. Dann verloren die "Pirates" überraschend ihren Faden und retteten lediglich ein Unentschieden (29:29) über die Zeit. "Am Ende kam wirklich alles zusammen", sagt LTV-Coach Lorenzet.

Mangelndes Glück, Fehlentscheidungen durch den Schiedsrichter und der nicht zuletzt stärker aufkommende Gegner machten den Leichlingern einen Strich durch die Rechnung - soweit Lorenzets Analyse. Heute Abend soll der ärgerliche Ausgang des vergangenen Wochenendes keine Rolle mehr spielen. Gegen die SG Ratingen (20 Uhr, Smidt-Forum) möchten die Leichlinger ihre starke Heimbilanz ausbauen.

Saisonübergreifend gewannen die "Pirates" die vergangenen fünf Heimspiele alle mit mindestens sechs Toren Unterschied, darunter auch das letzte Pflichtspiel gegen die SG Ratingen (36:30). Das Spiel ein Selbstläufer? "Natürlich nicht", meint Lorenzet, "wir tun sehr gut daran, uns auf jeden Gegner seriös vorzubereiten."

Die SG startete wenig erfolgreich in die Saison. Gegen den Tabellenführer Neusser HV gab es zu Beginn eine Niederlage (21:24). Eine Woche später folgte die nächste Pleite gegen den Longericher SC (23:26). "Man muss aber auch sehen, gegen wen sie verloren haben", betont Lorenzet, "das waren zwei absolute Spitzenteams." Große Vorsicht sei daher geboten.

Zumal gerade zu Saisonbeginn die Teams noch mächtig experimentieren und vor dem Hintergrund der zahlreichen Regeländerungen - unter anderem dürfen Teams nun einen nicht markierten siebten Feldspieler aufs Feld schicken - Spiele schnell eine unerwartete Wendung nehmen können. Leichlingen testete einen siebten Mann in der Vorbereitung soweit es möglich war. Das Ergebnis: Durchwachsen, weil risikoreich. "In den beiden bisherigen Saisonspielen haben wir davon noch keinen Gebrauch gemacht", sagt Lorenzet, der gegen Ratingen aber nichts ausschließt.

Fest steht, dass dem Coach gegen die Ratinger ein zwölfköpfiger Kader zur Verfügung steht. Carsten Lange (Muskelfaserriss) sei zwar auf dem Weg der Besserung, wagt es aber noch nichtm an einen Einsatz heute Abend zu denken. Das gilt erst recht für Marcus Bouali, der weiterhin mit Kreuzbandriss ausfällt.

(mol-)
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