| 00.00 Uhr

Lokalsport
Lorenzets Sonderlob für Padeken

Leichlingen. Der Trainer des Handball-Drittligisten hob beim 37:34-Erfolg des Leichlinger TV die Einstellung und den Ehrgeiz des Rückraumspielers heraus, der ein schweres letztes Jahr hatte und einiges an Kritik einstecken musste. Von Tobias Krell

Ein wenig erinnerte die Szene an den früheren Werbespot eines bekannten Herstellers von Batterien. Eben noch unter Dauerstrom - lautstark mit den Schiedsrichtern oder Fehlern seines Teams hadernd und wild gestikulierend die Fans zum Anfeuern animierend - sank Frank Lorenzet mit Ertönen der Schlusssirene in sich zusammen, als sei ihm wie einem der trommelnden Hasen im Spot mit einem Mal der Saft ausgegangen.

Das Gesicht in den Händen vergraben, hielt der Trainer des Handball-Drittligisten Leichlinger TV auf der Bank sitzend inne und ließ den 37:34 (17:14)-Erfolg über die SG Schalksmühle-Halver sacken.

Während seine Spieler vergnügt den Ringelreihen vom "Spitzenreiter, Spitzenreiter..." tanzten, gab der Coach die personifizierte Erleichterung. Er pustete noch einmal durch und verriet dann: "Wir sind in erster Linie sehr zufrieden, dass wir dieses Spiel gewonnen haben."

Den Zuschauern hatte das packende Hin und Her dieses Aufeinandertreffens, in dem die "Pirates" gleichwohl die Führung ab Mitte des ersten Durchgangs nicht mehr aus der Hand gaben, sichtlich Freude bereitet.

Lorenzet jedoch wäre etwas weniger Spannung Recht gewesen. "Immer, wenn wir mit vier oder fünf Toren vorne lagen, haben wir die Chance verstreichen lassen, den Gegner die Klippe herunter zu stürzen", fasste er ebenso zutreffend wie bildreich zusammen. Andererseits fiel positiv auf, dass die Gastgeber immer dann einen erfolgreichen Zwischenspurt einlegten, wenn die Partie wirklich zu kippen drohte.

Als erfolgreichster Schütze der Begegnung machte sich Kevin Christopher Brüren (13 Tore) verdient. Neben vielen überzeugenden Momenten schlichen sich in sein Spiel jedoch bisweilen noch Leichtsinnigkeiten und unnötige Fehler ein. "Die positiven Aktionen überwiegen, aber wir wollen daran arbeiten, dass Brüren seine gute Leistung noch stabilisiert", sagte der LTV-Coach. Auch in der Abwehrarbeit des Neuzugangs sah er noch Verbesserungspotential.

Ein anderer Schützlinge verdiente sich beim gelungenen Saisonstart ein Sonderlob - ein höchst seltener Gunstbeweis des Trainers, der aus dem Kollektiv meist niemanden herauszuheben gewillt ist. Henning Padeken wurde diese Sonderbehandlung zuteil. "Er hatte ein schweres letztes Jahr und musste viel Kritik einstecken. Und jetzt gibt er die passende Antwort darauf", betonte Lorenzet. Der Gescholtene habe bisher in keiner Trainingseinheit gefehlt, stets vollen Einsatz gezeigt und sich so hereingekämpft.

Und tatsächlich: Gegen Schalksmühle-Halver erlebten die Zuschauer einen Henning Padeken in überzeugender Frühform. Vorne steuerte er sieben Treffer zum Erfolg bei und packte als stabilerer Part des Mittelblocks (mit Karol Zechmeister) in der Verteidigung beherzt wie erfolgreich zu.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Lorenzets Sonderlob für Padeken


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.