| 00.00 Uhr

Handball
LTV: 38 Gegentore zu viel, um zu gewinnen

Handball: LTV: 38 Gegentore zu viel, um zu gewinnen
Blieb mit seinem Team hinter den eigenen Erwartungen zurück: Leichlingens Torhüter David Ferne. FOTO: Uwe Miserius (Archiv)
Leichlingen. Die Abwehr des Handball-Drittligisten fand bei der 35:38-Niederlage in Hagen keinerlei Mittel. Von Moritz Löhr

Beim Tabellenzweiten VfL Eintracht Hagen zu verlieren, ist in der dritten Handball-Liga nicht zwingend ein Desaster. Das gilt auch für den Leichlinger TV, der sich bei besagtem Verein eine 35:38 (19:17)-Niederlage einhandelte und es verpasste seinen dritten Sieg in Folge zu feiern.

Trainer-Manager Frank Lorenzet fuhr letztlich aber mit einem etwas verärgerten Gefühl nach Hause, weil ihm viele Kleinigkeiten an der Art und Weise der Pleite nicht passten. "Ich bin nicht enttäuscht, aber es wäre mehr drin gewesen. Am Ende müssen wir uns an unsere eigene Nase fassen", sagte der Coach.

Lorenzet machte gleich mehrere Gründe für die Niederlage aus, an erster Stelle stand für ihn die Abwehr seines Teams. Insbesondere im zweiten Abschnitt fanden die Gäste keinerlei Mittel, um gegen die favorisierten Gastgeber eine Verteidigung zu stellen. "Abwehr ist Wille, Leidenschaft und Kampf. Daran hat es etwas gefehlt. Mit 38 Gegentoren ist es schwer, eine Partie zu gewinnen", fand der Trainer, der sämtliche Deckungssysteme durchprobierte. Keines davon wollte funktionieren, vor allem weil die Gäste die entscheidenden Zweikämpfe verloren.

Dass der LTV den achtmal erfolgreichen Johannes Sonnenberg nicht stoppen konnten, tat der allgemeinen Abwehrarbeit ebenfalls nichts Gutes. Dafür war es Lorenzets Team gelungen, den vom Coach als Schlüsselspieler ausgemachten Sebastian Schneider klein zu halten. Sogar der starke Keeper Almantas Savonis wurde im ersten Abschnitt vom Feld genommen, als die Leichlinger sich eine Führung erarbeiteten. "Wenn du in Hagen führst und Savonis runter muss, bist du eigentlich auf einem guten Weg", sagte Lorenzet, dessen Team im zweiten Abschnitt dann aber den Faden verlor.

Insgesamt lief zu viel schief, als dass der LTV an diesem Tag etwas hätte mitnehmen können. Felix Janssen, der für Lorenzet "beste Mann" in der Abwehr, musste wegen einer Rippenprellung ausgewechselt werden und auch die Leichlinger Keeper Ante Vukas und David Ferne blieben an diesem Tag unter ihren Möglichkeiten. Hinzu kam ein für den Coach unverhältnismäßiges Zeitstrafenverhältnis. Während Leichlingen insgesamt zehn Minuten in Unterzahl spielte, wurde bei den Hagenern kein Spieler kurzzeitig vom Feld gestellt. "Die Schiedsrichter haben einen guten Job gemacht. Ich muss aber lange darüber nachdenken, ob ich so etwas schon einmal erlebt habe", sagte Lorenzet.

Der Hauptgrund für die Niederlage war das aber nicht. Zu viele Kleinigkeiten hielten dem LTV von einem möglichen Erfolg ab.

LTV: Ferne, Vukas - Schumacher, Lange (5), Janssen (2), Hilger (9/2), Menzlaff (1), Novickis (3), Lajnef (4), Padeken (7/4), Munkel, Ranftler (1), Kreckler (3).

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Handball: LTV: 38 Gegentore zu viel, um zu gewinnen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.