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LTV: Im Derby soll die Wende gelingen

Lokalsport: LTV: Im Derby soll die Wende gelingen
Allzweckwaffe: David Hansen spielte zunächst in derDeckung und ist inzwischen auch im Angriff des LTV eine Konstante. FOTO: MISERIUS
Leichlingen. Gegen den Longericher SC will der kriselnde Drittligist heute Abend zurück in die Spur finden. Nach enttäuschenden Auftritten in den letzten Wochen soll das Spiel beim Rivalen von der anderen Rheinseite den Fluch brechen. Von Moritz Löhr

Sein Start war nicht unbedingt einfach. Als David Hansen im Sommer zum Handball-Drittligisten Leichlinger TV wechselte, lag er kurz danach mit einer Verletzung flach. Ein Bandscheibenvorfall zwang den Rechtshänder zu einer langen Pause, die erst im Oktober ihr Ende fand. Fast sieben Monate vergingen ohne regelmäßige Spielpraxis. Mittlerweile profitiert das Team von Trainer Frank Lorenzet von Hansens Qualitäten - und seiner Vielseitigkeit.

Während der 25-Jährige zunächst vorrangig in der Deckung eingesetzt wurde, ist er nun auch im Angriff eine Konstante. "Probleme in der Schulter haben einen Einsatz im Angriff zunächst unmöglich gemacht", meint der Leichlinger, der nach eigener Aussage froh ist, dass sein Trainer ihm die nötige Zeit zum Regenerieren gab. Die hat er genutzt und kann dem Team nun vor allem als fester Bestandteil des Mittelblocks helfen. In den vergangenen beiden Partien gegen die HSG Handball Lemgo II und den OHV Aurich hat jedoch auch Hansen die Leichlinger nicht vor zwei bitteren Niederlagen bewahren können.

Insbesondere die jüngste Begegnung gegen Aurich war ein Tiefpunkt. "Rational ist nicht zu erklären, was da geschehen ist", meint Hansen und blickt dabei vor allem auf die zweite Hälfte, in der sein Team vollkommen auseinanderbrach: "Dass man Bälle einfach ins Aus oder dem Gegner in die Hand wirft, ist eigentlich nicht normal." Im Training am Montag wollte das Team nicht viel Zeit verschwenden und sich mit der anstehenden Aufgabe beschäftigen - denn die ist nicht einfach. Ausgerechnet jetzt steht das Derby beim Longericher SC (heute, 20 Uhr) auf dem Programm. Ein ungünstiger Zeitpunkt? "Das Derby kommt genau im richtigen Moment. Gerade in unserer aktuellen Situation sollte niemand Probleme haben, den richtigen Fokus zu finden", sagt Hansen, der natürlich noch die Niederlage aus dem Hinspiel im Hinterkopf hat.

Das 26:28 bedeutete zugleich die erste Niederlage der laufenden Saison. Mittlerweile haben die Leichlinger sechsmal verloren, stehen bei 30:12 Punkten aber noch auf dem sehr guten dritten Rang.

Den wollen die Leichlinger natürlich behalten - und wenn möglich wieder Boden auf die beiden ersten Plätze gutmachen. "Das sollte unser Ziel sein. Dafür dürfen wir aber nicht weiter verlieren", betont Hansen. Der Handballer schließt derzeit ein Fernstudium im Sportmanagement ab und visiert zugleich eine Ausbildung im gehobenen öffentlichen Dienst an. Sein beruflicher Weg ist also noch lange nicht abgeschlossen. Das gilt auch für seine sportlichen Ziele: Mit dem LTV, der nach Stationen in Aue und Magdeburg sein bereits sechster Verein ist, möchte Hansen in den kommenden Spielzeiten "die ersten beiden Plätze" angreifen.

Quelle: RP
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