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Handball
LTV: Lorenzet sucht Goldstücke

Handball: LTV: Lorenzet sucht Goldstücke
Trainer Frank Lorenzet FOTO: Miserius, Uwe (umi)
Leichlingen. Der Handball-Drittligist empfängt morgen Zweibrücken zum vorletzten Saison-Heimspiel. Von Patrick Scherer

Tacheles reden ist eine Leidenschaft von Frank Lorenzet. "Wir müssen dieses Spiel unter allen Umständen gewinnen", sagt der Trainer-Manager des Leichlinger TV und nimmt seiner Mannschaft jegliches Alibi. Der Handball-Drittligist versucht derzeit eine verkorkste Saison mit Anstand ins Ziel zu bringen. "Wir wollen mit erhobenem Haupt da rauskommen", nennt es Lorenzet. Vier Spiele stehen noch an. Morgen Abend (20 Uhr, Halle am Hammer) geht es gegen das Überraschungsteam SV 64 Zweibrücken. "Als Aufsteiger halten sie sich überragend", erkennt Lorenzet an. Die Pfälzer stehen auf Platz vier - dem Rang, den der LTV am Ende der Runde gerne inne hätte. Derzeit rangieren die Leichlinger aber einen Punkt und zwei Plätze dahinter. Platz sechs ist das LTV-Minimalziel, da dieser noch zur Teilnahme am DHB-Pokal berechtigt.

Torhüter David Ferne fällt mit einer Knieverletzung - vermutlich bis zum Saisonende - aus. Da Lorenzet ein Mann der klaren Worte ist, versucht er gar nicht erst vage Prognosen zum morgigen Spiel abzugeben: "Das kann ich nicht. Es ging diese Saison schon so oft rauf und runter. Mal haben wir schlecht trainiert und gut gespielt, mal war es umgekehrt", sagt der Trainer und wirkt dabei, als würde er aus seiner Mannschaft in dieser Saison nicht mehr schlau werden. "Kein Sportler verliert absichtlich", sagt er. Dass externe Faktoren - wie die lange Zeit gesperrte Halle am Hammer - Einfluss auf den Saisonverlauf hatten, glaubt Lorenzet sicher. Ob es innerhalb der Mannschaft nicht passt? "Das will ich nicht interpretieren."

Fest steht: Zur kommenden Saison soll das Team ein neues Gesicht bekommen. "Der Markt ist aber nicht einfach", sagt Lorenzet. Der Ballungsraum mit sechs Oberligisten und fünf Regionalligisten erschwere die Kaderplanung. "Einige Vereine fangen plötzlich an, mit ungeahnten wirtschaftlichen Mitteln Spieler zu holen", erläutert der Manager. "Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, mit viel Sieben ein paar Goldstückchen zu finden."

Den Fans macht Lorenzet dennoch Hoffnung, dass sich ein Kommen in der nächsten Saison lohnt: "Ich bin seit 14 Jahren hier und habe immer ein ordentliches Team auf die Beine gestellt. Ich gehe davon aus, dass mir das wieder gelingt."

Quelle: RP
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