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Lokalsport
LTV: Pokal-Turnier mit wenig Aussicht auf ein Happy End

Leichlingen. Das veränderte Spielsystem im DHB-Pokal macht das Weiterkommen für kleinere Vereine fast unmöglich. Der LTV trifft auf Saarlouis.

Selbst wenn der Handball-Drittligist Leichlinger TV eine absolut überragende Saisonvorbereitung gespielt hätte, wäre er in der ersten Runde des DHB-Pokals keinesfalls ein Favorit gewesen. Morgen reist die Mannschaft von Trainer-Manager Frank Lorenzet ins Saarland. Gegen den Zweitligisten HG Saarlouis kämpft der LTV im Rahmen eines Final-Four-Turniers dann um den Einzug in die zweite Runde des nationalen Pokalwettbewerbs. Ernsthafte Chancen auf ein Weiterkommen sind den Leichlingern allerdings nicht zuzuschreiben. Das hat zwei Gründe:

Zum einen wäre da natürlich die Partie gegen den favorisierten Zweitligisten. Und zum anderen das veränderte Spielsystem im Pokalwettbewerb. In 16 regionalen Final-Four-Turnieren wird in der ersten Runde jeweils ein Sieger ermittelt, der Ende Oktober dann im Achtelfinale antreten darf. Also selbst wenn dem LTV die Überraschung gegen den Zweitligisten gelingen würde, müsste er sich in einem weiteren Spiel gegen den Sieger der Partie VfL Gummersbach (Bundesliga) gegen den HC Erlangen (2. Bundesliga) durchsetzen. Ein Weiterkommen für den Drittligisten ist beinahe unmöglich. "Sportlich gesehen ist die Reform sicherlich bedenkenswert", meint Lorenzet, "ich mag den Charakter solcher Final-Four-Turniere, allerdings haben die kleineren Vereine praktisch keine Chance."

Auch wirtschaftlich profitiert ein Drittligist wie der LTV nicht von dem Turnier, da den Zweitligisten aus Lostopf zwei automatisch das Heimrecht zugesprochen wurde. So bleibt den Leichlingern nur die lange Fahrt ins fast 300 Kilometer entfernte Saarlouis, ohne echte Hoffnungen auf Erfolg. Wenig verwunderlich, dass Lorenzet die Partie schon während der gesamten Vorbereitung als "sehr gutes Testspiel" bezeichnet.

Die bisherige Leichlinger Vorbereitung lässt sich durchaus als erfolgreich abstempeln. Zuletzt gewann der LTV zwei Turniere in Folge: den Sven-Maletzki-Cup in Ratingen und den vereinseigenen Pirates Cup. "Für meinen gedanklichen Teil bin ich schon sehr weit", fasste Lorenzet nach dem jüngsten Sieg zusammen. Sollte heißen: Formationen und Wechselalternativen haben sich im Kopf des erfahrenen Trainers entwickelt. Lorenzet ist zufrieden.

Auch die Personalsituation entspannt sich. Zwar fällt Zugang David Hansen weiter aus (schleichender Bandscheibenvorfall), dafür konnte der zuletzt angeschlagene David Kreckler wieder im Training mitmischen. "Er wird spielen", kündigt der Coach an.

(mol-)
 
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