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Lokalsport
LTV schlägt Ratingen nur mit Mühe

Leichlingen. Beim 35:32-Erfolg des Handball-Drittligisten gegen die SG Ratingen stand sich das Team von Frank Lorenzet oft selbst im Weg. Bis zum Schluss war alles offen. Von Moritz Löhr

Wer am späten Freitagabend in die Gesichter der Leichlinger Handballer blickte, sah einen interessanten Mix: Erschöpfung, Skepsis und Erleichterung machten sich breit, als im Match gegen die SG Ratingen die Schlusssirene ertönte und die Leichlinger am dritten Spieltag der Saison ihren zweiten Sieg gesichert hatten. "Wenn man gewinnt, sollte man erst einmal zufrieden sein", sagte Frank Lorenzet unmittelbar nach Spielende. Mit der Entstehung des 35:32 (17:14) war der gewohnt kritische Coach allerdings nicht ganz glücklich.

Den Grund war für die Zuschauer im spärlich gefüllten Smidt-Forum offensichtlich. Die spielerisch überlegenen Gastgeber schafften es über die gesamten 60 Minuten nicht, sich entscheidend abzusetzen. Verantwortlich dafür waren vor allem sie selbst. Die "Pirates" leisteten sich zu viele Fehler.

Auch Ratingens Spielertrainer Simon Breuer war das fehlerhafte Auftreten des Favoriten nicht entgangen, umso mehr ärgerte er sich nach der Partie: "Wenn wir an unsere Grenze gegangen wären, hätten wir heute etwas mitnehmen können", meinte Breuer, der selbst fünf Treffer für seine Mannschaft beisteuerte. "Gegen ein Leichlingen in Normalform haben wir im Regelfall keine Chance. Heute war es aber möglich, etwas zu holen."

Der LTV hatte sich im ersten Durchgang trotz defensiver Schwierigkeiten einen knappen Drei-Tore-Vorsprung erarbeitet, den er nach und nach immer mehr benötigte. Denn als die Leichlinger auch in Durchgang zwei ihre "krassen individuellen Fehler" (Lorenzet) nicht abstellten, kam Ratingen heran und glich zwischenzeitlich sogar aus - 18:18 (35.). Weil Lorenzets Team in den folgenden Minuten aber seine beste Phase des Spiels hatte und dem Löwenrudel der SG zugleich die nötige Entschlossenheit fehlte, setzte sich der Favorit wieder ab. Die Vorentscheidung war das aber noch nicht. "Es ist immer das gleiche mit dieser Mannschaft", meinte Lorenzet leicht schmunzelnd. "Das Spiel ist erst sicher gewonnen, wenn wirklich 60 Minuten vorbei sind."

Auch wenn das Team am Freitag seine Nerven strapazierte, ist Lorenzet froh, einen gelungenen Saisonstart hingelegt zu haben. Zwei Siege, ein Unentschieden: Die Bilanz kann sich sehen lassen.

Leichlinger TV Vukas, Bungart - Lajnef (2), Novickis (5), Padeken (4), Hansen (2), Hilger (5), Schulz (10/5), Kreckler (6), Barwitzki (1).

Quelle: RP
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